Knapp verloren ist auch vorbei

Wenn ihr mich fragt, war das gestern ein gebrauchter Tag. Nach eineinhalb Packungen Taschentüchern und ganzen vier Punkten im Horizont-Tippspiel stand gegen 17.20 Uhr auch fest, dass Werder höchst unglücklich 1:2 gegen Dortmund verloren hat. Mein 1:1-Unentschiedentipp war damit endgültig geplatzt.
Mit einem Mann weniger, weil Drobny nach einer Notbremse gegen Reuss vorzeitig vom Platz durfte sowie dem Ausfall von Heilsbringer Gnabry, zeigte die Mannschaft 75 Minuten langen großen Kampfgeist und phasenweise auch spielerische Klasse.
Die entschlossen vorgetragene Übung des Finn Bartels, die zum verdienten Ausgleich führte, war Fingerzeig für den Weg, den Werder in der Rückrunde gehen muss, um einen Abstieg in Liga 2 zu verhindern. Man darf nach diesem Spiel getrost dem einen verlorenem Punkt hinterher trauern.
Schon wie im Test gegen Braunschweig, ließ die Chancenverwertung einmal mehr zu wünschen übrig. Ich frage mich inzwischen verzweifelt, wo bleiben denn die entscheidenden Tore der vielgerühmten Pizarro und Kruse? Namen allein machen bekanntlich noch keinen Sommer.
Ein paar Worte müssen auch über Felix Wiedwald gesagt werden: Klasse wie er seine Aufgabe gestern gelöst hat. Geschmäht von den Fans und degradiert vonTrainer Nouri, hat er sich unbeirrt dem Kampf gestellt. Super Parade mit dem linken Fuß gegen den einschussbereiten Marco Reuss. Weiter so, Felix.
Nächsten Samstag muss Werder Bremen gegen Bayern München ran. Freiburg hat vorgemacht, wie dem Meister beizukommen ist. Ein schnelles Tor, den Ball lange in den eigenen Reihen halten und ganz viel zu Gott beten!
Wir zeigen euch heute Nachmittag ab 15.30 Uhr die Restpartien der Liga.
Weil im Prinzip sowieso alles in der Grütze ist, müsste ich mit zwei Paketen Taschentüchern locker über die Runden kommen.  Bitte leistet mir Gesellschaft. Alleine krank tut doppelt weh.

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