Weiter ungeschlagen

Party. Party. Party. Dieser Fußballabend im Horizont bleibt unvergessen. Nachdem Werder faktisch mit dem Pausenpfiff den Zwischenhochstand auf 2:0 feinjustiert hatte, kochte die Stimmung im Laden fast über. Das fühlte sich fast so wie in alten Champions-League-Zeiten an. Die Sehnsucht nach großen Fußballspielen ist in Bremen ungebrochen. Rehhagel und Schaaf haben unser Erbgut dermaßen geschädigt, dass wohl nur ein undenkbarer Abstieg in Liga 2 oder 3 für eine Korrektur sorgen könnte.
Leider erfolgte die Ernüchterung des gestrigen Spiels ziemlich schnell nach Wiederanpfiff. Ein schnelles Anschlusstor und ein „dummer“ Elfmeter (Moisander in Ringermanier) brachten Frankfurt zurück in die Spur. Am Ende kann Werder froh sein, diesen einen Punkt gewonnen zu haben. Verdient oder nicht? Darüber sollen sich die Fachleute streiten.
Auffällig sind diese ungeschickten Aktionen der Werderspieler im eigenen Strafraum allemal. Ob Garcia, Gebreselassi oder jetzt Moisander: Die Jungs sehen in ihrem zweifelhaften Verteidigungsspiel aus wie Wellensittiche, die versuchen sich die eigenen Schwanzfedern auszurupfen. Und Fakt ist auch, dass Delaney nicht ersetzt werden kann. Eggestein ist zwar ein Guter, aber vor allem an der Seite des robusten Dänen.
Nächste Woche steigt das große Derby gegen den Hamburger SV. Bis dahin heißt es Wunden lecken und am Zweikampfverhalten arbeiten. Auch wenn sich die Spieler des HSV nicht besonders effektiv im Torabschluss zeigen, werden sie gerade gegen Werder kämpferisch über die Schmerzgrenze hinausgehen. Da brauchen wir keine Moisander-Szenen. Da muss kompromisslos gekloppt und nach vorn gespielt werden. Nur ein Sieg zählt, auch weil Werder dann mit 39 Punkten knapp vor der Rettung steht.
Heute Nachmittag zeigen wir Euch die Konferenz, bevor am Abend ein echtes Spitzenspiel (Bayern – Dortmund) ganz großen Sport verspricht.

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