Weil der Mensch ein Mensch ist

Die Welt ist schlecht und früher war alles besser. Ist das wirklich so? Früher hatten wir die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Sklavenhandel, Seuchen im großen Stil, den 30-jährigen Krieg, Weltkriege mit Millionen Toten, die Terroristen im eigenen Land (Deutschland) und blutrünstige Diktatoren, Eroberer, Landräuber und Seefahrer, die andere Menschen, ja ganze Völker, im Namen eines Gottes (oder einfach nur der Kohle wegen) unterjocht, getötet und ausgerottet haben.
Im Vergleich zu den vielen historisch belegten Gräueltaten, mutet der Anschlag auf den BVB-Bus gestern Abend fast wie ein kleiner Jungenstreich an. Auch alle anderen Terroranschläge in Europa und der Welt erscheinen im „großen Zusammenhang“ nur als Nadelstiche Besessener, die am Ende unserer längst gezählten Tage keinen besonderen Platz im Weltenkalender einnehmen werden.
Es ist der Mensch an sich, der blutrünstig und verdorben ist.
Betrachten wir diese Spezies als hochentwickeltes Raubtier, mit der Fähigkeit zu denken, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass das Töten defizil, grausam und berechnend ist. Ein Tier tötet um zu Fressen, sich zu schützen oder die Art zu erhalten. Ganz ohne Hintergedanken, weil es eben keine hat.
Der Mensch dagegen strebt allein nach Macht und Besitztum, ist immer unzufrieden, neidisch, missgünstig und gierig. Er ist anfällig für religiöse und andere gedankliche Strömungen, weil er meint, dass er dann, wenn er sich einer Sache anschließt, Vorteile für sich selbst herausholen kann.
Und darum geht es im Endeffekt: besser dazustehen als der Nebenmann.
Statussymbole wie teure Autos, Häuser und gedeckte Kreditkarten herrschen über den Pöbel und heben die Besitzer vermeintlich aus der Masse heraus. Dass das ein allgemeiner Irrtum ist, kann man aber riechen, spätestens auf dem heimischen Klo, Chanel hin oder her…..
Es stinkt!
So funktioniert Politik, die nur darauf ausgerichtet ist, Macht zu erhalten und die unterdrückten, manipulierten Massen (Die selten merken, dass sie das sind.) mit Brotsamen abzuspeisen, damit sie fressehhaltend im Strom der Ereignisse mitschwimmen. Bequem eingeengt und unfähig zu handeln.
Die Flüchtlingswellen sind Ausdruck des Versagens von Herrschenden oder auch Ausdruck der Machtausübung von Herrschenden. Kein Syrer oder Afrikaner würde freiwillig nach Europa kommen, wenn die Verhältnisse in den entsprechenden Ländern – die zumeist wunderschön und warm sind -, so wären, dass sie dort in Frieden leben könnten. Korrupte, skrupellose Menschen beuten diese Länder aus, verhindern den Aufbau von lebenswerten Infrastrukturen, zerbomben ohne schlechtes Gewissen ihre eigenen familiären Wurzeln, nur um am Ende ein paar mehr Dollar in den Taschen zu haben. Die Verantwortlichen für diesen Wahnsinn sind alle reich und jetten in Nadelstreifenanzügen durch die Welt. Sie kennen sich untereinander und verfolgen alle das gleiche Ziel.
Die Welt zu retten ist unmöglich, weil das Menschen machen müssen. Und weil der Mensch ein denkendes Raubtier ist, kann das nicht gelingen. Auch wenn wir alle heute für das momentane Elend Verantwortlichen ausrotten und die Uhr auf Null zurückstellen würden, müssten neue Menschen die Verantwortung (Macht) übernehmen und müssten wieder Menschen unterdrücken und benutzen.
Der Lauf der Dinge beginnt von vorn und würde am Ende erneut in einem Anschlag auf einen BVB-Bus eskalieren.
Bleiben wir trotzdem Optimisten und versuchen unsere Gefühle zu kontrollieren. Emphatisch bleiben ist eine bescheidene Möglichkeit.
In trauter Eintrach ab 18 Uhr im Horizont. Fußball satt.

2 Gedanken zu „Weil der Mensch ein Mensch ist

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