Derby

Der Fußballkosmos rund um Bremen dreht sich komplett um das  Derby am Samstagabend. Werder gegen des HSV ist offensichtlich mehr als nur ein Spiel. Menschliche Abgründe tun sich auf, wenn der Ehrenkodex beschworen und die Kriegsbemalung aufgelegt wird. Sportlich gesehen hat dieses Match sowieso eine besondere Bedeutung. Der Verlierer des Spiels könnte der zweite Absteiger nach dem 1.FC Köln sein. Es geht also nicht mehr und nicht weniger um das sportliche Überleben einer Stadt, ja einer ganzen Region. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Werder in Liga 2 gegen Sandhausen & Co einen einsamen Kampf führt.
Werder Bremen ist das letzte verbliebene Markenzeichen einer wirtschaftlichen arg gebeutelten Stadt. Die Menschen identifizieren sich mit dem Verein und die Wirtschaft braucht Werder, um nicht selbst in die Zweitklassigkeit abzustürzen.
Unter Kohlfeldt hat die Mannschaft wieder gelernt Fußball zu spielen. Umso schmerzhafter zu verkraften, ist die unnötige Niederlage in Freiburg letze Woche. Werder ist nun unter Zugzwang. Jeder erwrartet den Sieg. Schon ein Unentschieden käme einer Niederlage gleich.
In Hamburg wird schwer getrommelt. Neupräsident Hoffmann will mit 4 bis 5 t Fans nach Bremen kommen, um Werder  und seine Fans aufzumischen. Der Mann gehört vor ein Kriegsgericht – oder in den Beratungsstab von D.Trump. Irrsinn, die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung auf diese Art  weiter zu befeuern.
Die Hamburger sollen sich lieber mit den Tatsachen abfinden und die Planungen für ein neues Kapitel Ligageschichte beginnen. Dazu gehört es Demut und ganz viel Bescheidenheit zu lernen, also charakterliche Eigenschaften zu verinnerlichen, die bisher  an der Alster völlig unbekannt sein müssen.
Wir sind heute ab 18 Uhr und morgen ab 15 Uhr für Euch da.

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