Spitzenspiel

Vierter gegen Zweiter. Werder gegen Hertha. Not gegen Elend. Ambitionierte gegen noch mehr Ambitionierte. Auf jeden Fall ist die Hertha der erste richtige Gradmesser, den Kohlfeldt  & Co in dieser Saison vor die Nase gesetzt bekommt.
Es gibt ja nicht wenig Stimmen unter den Fans, die behaupten, dass Werder Bremen am Ende der Spielzeit einen Platz zwischen vier und sechs belegt.
Ich behaupte mal ganz provokant, dass die bisherigen 8 Punkte einfach nur 8 Punkte gegen den Abstieg sind! Von einer internationalen Startberechtigung ist Werder weiter weg als der HSV es am letzten Wochenende von einem Sieg gegen die, zugegeben, Weltklasseelf von Jahn Regensburg war.
Zumindest mit dieser zögerlichen Spielweise! Als Werder-Fan dreht sich mir der Magen um, wenn ich sehe, wie wankelmütig die Mannschaft gegen  die Teams aus Hannover,  Nürnberg  oder Ausgsburg aufgetreten ist, wie sie ihre  Qualität sinnlos  verpulvert , in dem sie die Gegner einfach machen lässt, anstatt selbst zu agieren. Es kommt mir jedesmal so vor, als wären die Spieler eingeschnappt, dass die Gegener nicht einfach akzepzieren wollen, dass Werder doch nach Europa will:  „Ham wir doch gesagt, Mann! Lasst uns doch jetzt mal gewinnen, sonst machen wir hier nicht mehr mit!“
Es ist Augenwischerei, zu behaupten, dass Werder Bremen schon Ansprüche an höhere  Aufgaben stellen darf. Es muss gearbeitet und gekämpft werden. Von allein geht da nichts. Die Körpersprache ist einfach zu wenig aggressiv. Den Spielern muss Speichel aus der Wade fließen und Gras aus dem Maul wachsen. Aus den Softies müssen Kämpfer werden, die das Schwert gnadenlos schwingen, so wie es die Highlander einst  in den schottischen Bergen getan haben.
Die Mannschaft muss mehr an sich glauben und das mit breiter Brust zeigen.
Ich vermisse dieses bedingungslose Selbstverständnis: Gehts auf den Plaz und gewinnt!
Gerne lasse ich mich heute Abend eines Besseren belehren.
Wir öffnen 17.30 Uhr. Volle Hütte, noch bessere Stimmung. Hoffentlich.
Die wahren Fans gehen mit dem Verein durch dick und dünn  – und sind auch in schlechten Zeiten da. Der Rest kommt nur, wenn der Erfolg da ist. Für mich alles Pseudoeurofighter, sprich Pseudowerdertrittbrettfahrerfans! Damit können weder die Mannschaft noch ich etwas anfangen. Leute, ihr müsst für die Sache brennen. Eine Leidenschaft muss jeder haben: Nur der SVW!

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