Am Freitag „Geschlossene Gesellschaft“

Vielleicht nicht ehrenhaft, aber betriebswirtschaftlich notwendig! Leider.
An diesem Freitag (und am Freitag, den 14.12.) bleibt der Horizont für die Öffentlichkeit geschlossen. Es beginnt die Phase der Weihnachtsfeiern und auch wir können uns nicht allen Anfragen verschließen. Mit dem November beginnt  so etwas wie eine kleine Sauregurkenzeit in der Kneipenszene und so eine Firmenweihnachtsfeier stopft kleine Budgetlöcher mit grobschlächtig getätigten Stichen.
Bitte also nicht böse sein, denn am Samstag sind wir rechtzeitig zum Spiel Werder Bremens gegen den großen FC Bayern zurück. Dann öffnen wir 14 Uhr und bleiben Euch bis weit in die Nacht zum Sonntag gewogen. Egal welchen Kohl die Mannschaft auch spielt, wir beackern komplett das sich ergebende  Getränkefeld.
In den letzten Jahren haben wir im ehemaligen Keller ein sonores Ausweichprogramm geboten. Darauf müssen wir leider 2018 verzichten, weil uns ein Wasserschaden zwingt, die Räumlichkeiten für den Publikumsverkehr geschlossen zu halten.

Werder will in Freiburg punkten

Heute, zum dritten Mal in Folge an einem Sonntag, will Werder endlich die Negativserie nach drei Niederlagen durchbrechen. Im schönen Breisgau soll der SCF besiegt werden. Das kann nur gelingen, wenn sich die Mannschaft endlich wieder besinnt und von Beginn an das Zepter in die Hand nimmt.
Thema darf dann nicht mehr sein, wieviel Fett sich der Max absaugen lassen hat und ob der Finne Moisander, also ein Mann aus einer großen Fußballnation, linken oder rechten Verteidiger, zentral vor der Abwehr, Libero, hängenden Mittelstürmer oder alles auf einmal spielen soll!
Auch das Gejammer über den Ausfall des ohnehin immer gefärdeten Bargfrede muss endlich aufhören.
„Liebe Werder-Leute, nehmt die Gegebenheiten hin und spielt einfach ordentlich Fußball. Der Kader gibt es allemal her. In Europa leben wir schon und ob ihr nun nach Albanien oder Malta reist und dort  international gegen Mannschaften spielt, deren Namen wir ohnehin nicht kennnen, ist nur halb so wichtig.  Immerhin opfern wir unsere Freizeit  und den Kaffeenachmittag mit der Familie, um Euch zuzuschauen anzufeuern. Dafür haben wir doch ordentlichen Sport vedient?“
Nicht mehr und nicht weniger verlangen die Fans, wenn sie heute Nachmittag in Scharen Richtung Horizont (Wo auch anders hin?) pilgern. Wenn am Ende noch ein Sieg heraus kommt, wäre das schön! Verliert Werder nach einer großen Schlacht, sind wir auch zufrieden. Nur bitte keine Arbeitsverweigerung mit anschließender Phrasendrescherei!
Wir öffnen 14 Uhr und bleiben gespannt!

Länderspielwoche

Heute spielt Jogis „Umbruchteam“ gegen Russland (20.45 Uhr) – in Leipzig in einem halbvollen Stadion. Wenn das kein Hinweis auf das verlorene Vertrauen in den deutschen Fußball ist.
Ich kann mich erinnern, dass in den 70-iger und 80-iger Jahren ein Fußballländerspiel der deutschen Nationalmannschaft ein Feiertag war. Auch in der Deutschen Demokratischen, ja selbst in diesem einzigartigen Arbeiterparadies, waren zu dieser Zeit die Straßen leer. Das schaffte außer den Fußballern nur noch ein gewisser Horst Schimanski, der regelmäßig für TV-Euphphorie sorgte. Was ist davon geblieben?
Der Horst ist tot, Gott sei seiner Seele gnädig, und der deutsche Fußball scheint es auch zu sein.
Zumindest wenn man betrachtet, welchen Stellenwert ein Länderspiel inzwischen hat. Es dient eher dazu, mal die Glotze auszulassen, weil Tag für Tag irgendein Spiel zum Zuschauen animiert.
Die Verantwortlichen haben es doch tatsächlich geschafft, unseren geliebten Fußball zur Massenware verkommen zu lassen. Die Liga verteilt sich auf eine halbe Woche und seit DAZN läuft europäischer Fußball rund um die Uhr. Dazu die ganzen internationalen Wettbewerbe, alle nur geschaffen, um den Leuten die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Nur den Politikern wird es recht sein, lenkt der Fußball doch vom Tagesgeschehen ab. Brot und Spiel in Reinkultur.
Nur in den Kneipen gucken die Leute freiwillig oder unfreiwillig auf Leinwände und Flachbildschirme. Sie sitzen am Tresen, sind mehr oder weniger mit sich, ihrem Handy und einem Bierchen beschäftigt, während sie alle paar Minuten mal den Kopf heben um fragenden Blickes festzustellen, wie es eigentlich steht. Ob der Russe nun in rotweiß oder grüngelb durch die Gegend läuft, der Reus dabei ist oder der Neuer bei Gegentor mal wieder den Arm hebt, löst keinen emotional bedingt höheren Pulsschlag aus. Erst wenn die Musik aus ist und der Wirt ruft: „Raus Leute, ich muss ins Bett“, wird gemurrt. Dann werden plötzlich alle munter und schreien nach der Zusammenfassung der anderen unwichtigen Spiele. Ob das eine Frage von Fußballinteresse ist, bezweifel ich aus bescheidener medizinischer Fachsicht.
So wird es denn auch heute wieder ablaufen, wenn es ab 20.45 Uhr heißt: Deutschalnd – Russland live im Hotzelont.

Werder gegen Gladbach

In der letzten Woche ist im Zusammenhang mit Werder Bremen hin und wieder das Wort Krise gefallen. Auch von einer wirklichen Bestandsaufnahme bis Weihnachten oder gar den Stunden der Wahrheit wurde gesprochen. Florian Kohlfeld muss nun mit seiner Mannschaft beweisen, dass der gute Bundesligaauftakt keine  nur vorübergehende Erscheinung war.
Genau das hatten wir in der Vergangenheit schon mit den Herren Skripnik und Nouri. Beide legten los wie die Feuerewehr, bevor sämtliche Strategien disaströs im Nebel des Grauen verschwanden. Nun gönnt man dem symphatischen Florian – und auch ein klein wenig uns selbst  -, dass er die Kurve kriegt, die er schon in voller Schräglage angesteuert hat.
Heute um 15.30 Uhr beginnt deshalb einmal mehr so etwas wie die Stunde der Wahrheit. Die Patrioten von der Weser müssen die Fohlen reiten und nicht umgedreht, um mal wieder im Bilde zu bleiben.
Danach zeigen wir Euch die Spitzenpartie zwischen dem BVB und den Bayern. Eine brisante Ausgangansposition für beide Teams:  Die Bayern müssen, der BVB sollte …
Wir öffnen um 14 Uhr den Laden. Es gibt keine Platzreservierungen.

Todd Day Wait heute im Horizont

20 Uhr wird der Mann aus New Orleans seine Countrysession starten. Wir öffnen den Laden um 18 Uhr. Um sich die besten Plätze zu sichern, sollte man diese Information nutzen!
Mit Sicherheit wird der Laden heute voll, den schon beim 1. Auftritt des Amerikaners bebte das Bühnenparkett. Todd Day Wait überzeugt mit seiner Art Musik zu machen und sie an sein dankbares Publikum weiterzugeben. Babei muss man nicht unbedingt Fan dieses Country-Western-Stils sein, um sich von der guten Laune des Künstlers anstecken zu lassen. Wie im normalen Leben gehört vor allem eine gewisse Portion Toleranz und Offenheit (sich auf eine Sache einzulassen) dazu, um einen schönen Abend mit guten Freunden oder auch allein verbringen zu können.
In diesen wirren Zeiten könnte unsere Gesellschaft genau diese  Art von Toleranz gebrauchen.
„Come on, Todd! Wir freuen uns auf Dich!“

Weg vom Fenster

Die Niederlage Werders in Mainz hat echt weh getan. Der sehr schwache Auftritt lässt Zweifel aufkommen, ob das Ziel 2019 international Fußball spielen zu dürfen,  erreicht werden kann. Was in den Spielen zu Beginn der Saison noch geklappt hat, nämlich nach schwachen Auftritten Punkte zu holen, funktionierte gestern nicht einmal im Ansatz. Nur ganz kurz entzündete sich die Flamme der Hoffnung bei den Fans, nachdem Pizarro den Anschluss hergestellt hatte.
Werder konnte allerdings nicht nachlegen. Die Mannschaft wirkte Ideen- und kraftlos. Die Mainzer kontrollierten das Spiel und siegte ohne großen Aufwand souverän gegen den Angstgegner der letzten Jahre. Das Thema hat sich jetzt erledigt!
Dass Werder in der nächsten Pokalrunde zum BVB reisen muss, trug auch nicht gerade zur Aufheiterung der enttäuschten Fans bei, die ratlos in ihre halbgefüllten Gläser starrten.
Wohin der Herr Kohlfeld die nächsten Tage starrt, wissen wir natürlich nicht. Hoffen wir mal, dass er nicht durch Rühren im Wasserglas nach sphärischen Lösungen für die Arbeitsverweigerung seiner Mitarbeiter sucht. Spielt Werder so weiter, dürften die bisher eingefahrenen 17 Punkte am Ende der Saison vielleicht die Basis dafür gebildet haben, dass Werder knappp vor den Abstiegsplätzen ins Ziel einläuft.
Heute zeigen wir Euch den 2.Liga-Knüller Köln vs. HSV, morgen und übermorgen sind wir bei der Champions League dabei, bevor am Donnerstag Todd Day Wait unser Gemüt mit super Musik erheitert.
Genießt die Woche!

Werder spielt in Mainz

Reiste Werder  in der Vergangenheit aus Richtung Mainz  nach Bremen zurück, war immer etwas Zählbares im Gepäck.  Ob das heute Abend als gutes Omen ausreicht und die Mainzer so etwas wie der Lieblingsgegner Werders bleiben dürfen, wird sich allerdings erst noch zeigen (Anpfiff des Spiels 18 Uhr).
Die Bundesliga ist in diesem Jahr so unberrechenbar wie selten zuvor. Nehmen wir nur den gestrigen Spieltag: Leverkusen verliert nach zwei Hammerspielen sang- und klanglos gegen Hoffenheim, die Bayern losen zuhause gegen Freiburg, Hertha lässt sich im heimischen Stadion von RB abschießen, genauso wie die Stuttgarter  – nur die eben gegen Frankfurt. Auch ein Blick auf die Tabelle zeigt so manche unerwartete Überraschung. Wir als Fans wollen uns  nicht beklagen. Endlich ist mal Feuer im System. Und so lange der SVW ganz oben mitspielt, bleibt unsere kleine Fußballhorizontwelt in allerbester Ordnung.
Was nicht in Ordnung ist, betrifft die Teilnahme an unseren früher ach so legendären Clubpartys. Da scheint ein „Umdenken“ stattgefunden zu haben. Auch gestern war der Laden nur sehr mäßig besucht. Ich werde deshalb diese Art von Veranstaltungen zukünftig noch mehr einschränken. Was der Markt nicht will, soll er auch nicht haben. Offensichtlich ist unser Standort nicht mehr gefragt. Also tschüss und ade!
Wir öffnen heute um 15 Uhr und freuen uns auf eine tolle Werder-Vorstellung!
Bis denne und gleich. ..