Die Krux an der Pfeife

Am Ende ist alles so wie immer. Werder Bremen kann einfach nicht gegen die Münchner gewinnen. Egal wie man es dreht, die Bayern bleiben eben die Bayern. Wenn es darauf ankommt, zumindest im eigenen Lande, packen sie ihr  „Mir seins mir“ aus und räumen brutal alle Hindernisse aus dem Weg. Notfalls auch mit Hilfe der Schiedsrichter. In beiden Spielen beeinflussten unglückliche Entscheidungen maßgeblich den Ausgang der Spiele zu Ungunsten Werders. Die unberechtigte rote Karte gegen Velkovic im Ligaspiel und der sehr umstrittene Elfmeter im Pokal, waren nicht nur Stimmungskiller sondern besiegelten nachhaltig das grün-weiße Schicksal.
Bei dem schweren Restprogramm (Samstag muss Werder in Düsseldorf ran), scheint auch das Saisonziel Europapokal in weite Ferne gerückt zu sein.
Natürlich haben die Bremer eine geile Saison gespielt. Aber was nützt es, nun zwar nur noch knapp gegen den Rivalen aus dem Süden zu verlieren, wenn man Ende des Jahres trotzdem mit leeren Händen dasteht. Auch perspektivisch gesehen, wird es ohne internationale Beteiligung schwer sein, einen Max Kruse in der Stadt zu halten oder andere Ausnahmespieler für den Verein zu begeistern.
Bei einem Sieg gestern wäre alles anders gewesen! Nun beginnt das große Zittern. Die Mannschaft muss nach den Enttäuschungen Charakter zeigen, genauso wie wir Fans es tun müssen. „Steht auf, wenn Ihr Bremer seid!“, möchte man lauthals brüllen, wenn nicht dieser üble Kloß im Hals für  fatale Lähmungserscheinungen sorgen würde.
Glücklicherweise ist der Mensch ein Meister der Verdrängung, so dass am Samstag wieder genug Euphorie in den grün-weißen Adern  der meisten Werder-Fans fließen dürfte.
Heute Abend öffnen wir wieder 18 Uhr. Man sieht sich!

Ein Herz für Werder

Werder kann eine ganz starke Saison mit zwei Spitzenergebnissen gegen die übermächtigen Bayern krönen! Zu verlieren hat die Mannschaft nichts, denn Niederlagen gegen den Erzrivalen (HSV-Fans verzeiht) sind seit Jahren die Regel. Genau aus diesem Stoff werden deshalb auch Helden gemacht. Gewinnt Werder auch nur ein Spiel gegen den Favoriten, steigen die Chancen auf eine Europacupteilnahme immens – und es wird endlich wieder eine Euphorie entfacht, die wir nur noch aus Erzählungen unserer Großeltern kennen, als damals  nämlich König Otto und Kronprinz Thomas  die Stadt in regelmäßigen Abständen zum Mittelpunkt des Fußballuniversums gemacht haben.
Die Chancen stehen gut. Das Wetter lässt vom Sommer träumen, die Bayern wirken nicht besonders souverän und Werder Bremen strotzt vor Selbstbewusstsein.
Wir warten auch im Horizont voller Spannung auf den Anpfiff. Der Laden öffnet 14 Uhr. Bis dahin bleibt geduldig.
Wir haben übrigens auch morgen ab 15 Uhr und am Montag ab 18 Uhr geöffnet. An beiden Tagen gibt es Bundesligaspiele.
Zwischendurch dürft Ihr Euch gern beim Ruderverein, Am Wasser 23, auf die Terrasse hocken. Uschi hat gebacken und der italienische Kaffee dürfte Euch sowieso munden.

Sieg für die großen Ziele

Freiburg war der erwartet unangenehme Gegner. In der 1. Hälfte des Spiels tat sich der SVW auch mächtig schwer, bevor dann endlich der Knoten platzte. Nüchtern betrachtet lief alles nach Plan und Werder agierte im Stile einer Spitzenmannschaft. Kontrolliert den Gegner so lange anrennen lassen bis er müde ist und dann eiskalt selbst zuschlagen. Konzept aufgegangen, wird Kohlfeld nach den 93 gespielten Minuten zufrieden anmerken. Das 2:1 war letztendlich hochverdient und lässt Werder weiter vom Europapokal träumen. Die Grundvoraussetzungen sind allemal gut, weil auch bei einem Ausscheiden im Pokal  – und einem gleichzeitigen Sieg der Leipziger gegen den HSV -,  der 7.Ligaplatz ausreicht, um international dabei zu sein.
Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des wichtigsten Bremers Jiri Pavlenka, der nach einem Zusammenstoß mit Gebreselassi zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Es scheint sich um keine strrukturelle Verletzung zu handeln, berichtet zumindest der Weserkurier in seiner Sonntagsausgabe. Hoffen wir alle das Beste.
Der Horizont öffnet heute um 15 Uhr. Wir zeigen das Spiel der Düsseldorfer gegen die Bayern und verzichten geschmeidig auf das Mittagsspiel zwischen Hertha und und Hoffenheim.
Der Fußballfangott verzeihe!

Berlin, Berlin … wir fahren nach Berlin!

Das war letztendlich doch eine klare Sache. Nicht, weil Werder so stark war. Nein, Schalke spielt im Moment eben Grütze und kriegt die Bälle nicht da hin, wo sie hingehören, wenn man ein Fußballspiel gewinnen will, nämlich ins gegnerische Tor. So reichten den Ruhmreichen  von der Weser ein paar geniale Momente und das Halbfinale im DFB-Pokal war gebucht.
Der Jubel im Horizont war verhalten. Warum? Vielleicht weil jeder mit diesem Erfolg gerechnet hat? Spielerisch überzeugen konnte Werder an diesem  Abend auf Schalke nicht. Auch das könnte ein Grund gewesen sein. Am Ende ist es aber auch egal. Selbst ein schmutziges 1:0 hätte gereicht, um ganz Bremen von größeren Aufgaben träumen zu lassen.
Nun wünschen wir uns endlich den HSV ins Weserstadion. Ehrlich Leute, ein Derby muss es doch pro Saison mindestens geben. Und dann geht es weiter nach Berlin, mit den Tickets für Europa im Handgepäck. Oh, wie wäre da schön, wenn im kommenden Jahr endlich mal wieder ein Club aus Albanien oder dem Kosovo in Bremen seine Aufwartung machen würde.
Wie sagte doch Andy Möller einst: „Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien.“
In diesem Sinne bleibt uns gewogen. Ab 18 Uhr ist die Bude wieder offen.

Pokalwoche

Heute geht es los. Der HSV muss in Paderborn ran (18.30 Uhr) und Leipzig spielt in Augsburg (20.45 Uhr). Morgen startet Bayern gegen Heidenheim, bevor Werder auf Schalke die nächste Sensation schaffen muss. Wieder ein Auswärtsspiel, so haben wir Fans bei der Auslosung gestöhnt. Nun ist es fast egal, denn Werder spielt so gut wie noch nie und Schalke ist auch unter Neutrainer Stevens ein ablsoluter Trümmerhaufen. Weil der Pokal aber bekanntlich seine eigenen Gesetze hat und im Fußball nicht immer der Bessere gewinnt, bleib der Ausgang der Veranstaltung bis morgen gegen Mitternacht extrem ungewiss .
Das Pokalviertelfinale elektrisiert ganz Bremen. In der Liga auf Platz 6 und nun die nächste Chance auf großen europäischen Sport! Werder im Halbfinale des Pokals  – und dann den HSV. Oh, wie wäre das schön.
Wir übertragen alle Spiele live und freuen uns auf den morgigen Höhepunkt!
„Auf geht`s Werder, schieß ein Tor, schieß ein Tor für uns!“