Dramatisch aber nicht hoffnungslos

Corvid Corona mit der 19 ist kein brasilianischer Neuzugang bei Werder Bremen, der helfen soll, den scheinbar unvermeidlichen Abstieg in Liga 2 zu verhindern. Corona ist auch keine Biermarke aus Übersee, die plötzlich den europäischen Markt überschwemmt. Ne, Leute, hier ist endlich echte Aufklärung nötig.
In Wirklichkeit handelt sich bei Corvid 19 auch um keinen Virus, sondern tatsächlich um einen Trick der Weltwirtschaftssyndikate, um den schlappen Einzelhandel anzukurbeln und die Ordnung in der Welt wieder herzustellen. Die Leitzinsen in Amerika sind gesenkt, die Chinesen werden zurückgedrängt, der Klimawandel wird aufgehalten und das Flüchtlingsproblem auf natürliche Art und Weise gelöst.
Ich bin da voll eingestiegen in die Szene, schließlich bietet doch so eine Geschichte wirkliches Potential sich mal von dem schnöden Alltagsgedöns frei zu machen. Auf jeden Fall liegt mir die Sache mehr als der blöde Karneval mit den künstlichen Klebebärten und den bunten Hütchen auf der kahlen Rübe.
Probleme gibt es natürlich trotzdem ohne Ende.
Gestern wollte ich im heimischen Keller eine Schraube suchen, da habe ich mich doch plötzlich gar nicht mehr ausgekannt zwischen den ganzen Klopapierrollen und Kisten mit Nahrung und Desinfektionsmitteln für mindestens 15 Jahre. Blöd war auch, dass mir meine neue Maske (Zehnerpack bei Amazon für 139 € in bunt, Premium, letzte Möglichkeit) ständig hochgerutscht ist und ich phasenweise rein gar nichts mehr gesehen habe.
Und überhaupt: Ohne Maske gehe ich gar nicht mehr aus dem Haus. Sicher ist sicher. Blöd ist nur, dass die Bäckersfrau beim Bäcker ohne eigene Backstube gleich die Hände gehoben hat, als ich am Morgen meine Brötchen holen wollte. Ich konnte sie kaum beruhigen. Es ist nur gelungen, weil ich mit dem mir freiwillig angebotenen Geld aus der Kassette (ohne Bon) schnell den Laden verlassen habe. Brötchen hatte ich da allerdings keine, Hunger dagegen umso mehr. Zuhause musste ich gleich an die eiserne Reserve. Eigentlich war das nicht der Plan. Das Atombrot aus der Dose ist aber gar nicht so schlecht, wenn man es ungefähr 20 min mit dem Fleischklopper bearbeitet hat.
Heute bin ich komplett beschäftigt. Also nicht anrufen! Ich vernagle meine Hütte mit Brettern. So richtig voran komme ich aber nicht, weil ich ständig nach draußen klotzen muss. Bei dem Nebel rechne ich mit allem. Sicher sind die Outlaws schon unterwegs und spähen Objekte aus, in denen was zu holen ist. Das macht mich ganz kirre. Ich muss mein Eigentum schließlich schützen. Hier geht es um das nackte Überleben. Morgen fange ich an ein Tunnelsystem zu graben; Fluchtmöglichkeiten schaffen, um als letzter auf diesem Planeten, tja, mmh, also irgendwohin flüchten zu können. Nach oben geht, glaube ich, nicht. Denk ich noch einmal drüber nach!
Internet und TV stelle ich demnächst auch ab, wegen der Viren und Bakterien, die so durch die Gegend schwirren. Man weiß ja nie, wen es trifft. Zumindest fühle ich mich mit meinem selbstgebastelten WLan-Kabel vorerst noch sicher. Eins sage ich Euch aber, niemals ein Werbebanner anklicken, da könnte sich Sonstwas hinter verstecken. Die Coronen oder wie die heißen, schicken dir dann Pakete Nachhause und legen sie an angebliche Wunschorte, die nur schwer einsehbar sind und in der Folge unkontrollierbare Schäden anrichten können.

Mal was ganz Profanes: Ich weiß gar nicht genau, ob das Werder-Pokalspiel heute stattfindet. Am Sonntag wurde ja auch nicht gespielt. Ich vermute da den ganz großen Zusammenhang zwischen Werder, Internorga, Buchmesse und Wiesenhof. Wiesenhof? Weiß auch nicht wie ich jetzt darauf komme. So viele Hühnchen auf engem Raum … da ist Potential für Keime und so.
Nun ja, zieht Eure Schlüsse. Wenn ich es schaffe, grabe ich mich im Laufe des Tages noch bis zum Horizont vor. Anpfiff ist erst 20.45. Müsste theoretisch zu schaffen sein. Reden können wir allerdings nicht.Tröpfchenflug ist das Stichwort. Sicher ist sicher.

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