Wieder im Spiel

Werder Bremen hat das Kellerduell auf Schalke gewonnen. Lücke hat drei Buden gemacht, Pavlenka mit starken Reflexen reagiert und Mbom hat glanzvoll debütiert.. Warum nicht mehr von diesen jungen, giftigen Spielern, Herr Kohlfeldt? Es ist doch gar nicht so schwer!
Die Partie auf Schalke war keine große und weit entfernt von einem guten Fußballspiel. Beiden Teams war anzusehen, dass der Druck „Gewinnenzumüssen“ kein kleiner war. Entsprechend hoch war die Fehlpassquote. Schalke hat im Prinzip die Arbeit verweigert und gegen den Trainer gespielt. Anders ist diese extrem schwache Leistung nicht zu erklären. Werder hat diese Passivität dankend angenommen und  Flori mit dem Sieg  gleichzeitig den Allerwertesten gerettet.
Nächste Woche darf gegen Bielefeld gern nachgelegt  werden. Wenn das gelingen soll, muss eine deutliche Leistungssteigerung her. Drücken wir die Daumen, dass es gelingt.
Heute öffnen wir 15 Uhr und zeigen die Bayern in Hoffenheim. Danach kommt die Freiburgpartie live und in Farbe. Ich hoffe, Ihr seid dabei?

Not gegen Elend zu bester Sendezeit

Kellerduell zu bester Sendezeit am Samstag, den  26.9.20 Schalke gegen Werder.
Live bei uns und ohne Voranmeldung.
Während bei S04 Trainer Wagner um seinen Job bangen muss, dürfte das in Bremen trotz ähnlich schwacher Performance für den leitenden Angestellten mit den markigen Sprüchen kein Thema sein. Nun lassen wir uns rein sportlich  überraschen, ob Schalke gegen die Bayern einfach abgeschenkt oder/ und  Werder nur fett geblufft hat?
Es kann nur die einen besonderen Loser geben!  Hoffen wir, dass es nicht unsere vielgeliebten Bremer sind. Die Eindrücke des ersten Auftritts  waren zwar beschämend, täuschen bekanntlich aber manchmal  über den wahren Zustand hinweg!
Am Donnerstag übertragen wir auch das Supercupfinale zwischen Bayern und Sevilla (21 Uhr), bevor es am Freitag mit dem Alltagsgeschäft in den verschiedenen Ligen weitergeht.
Bleibt bis dahin gesund!

Weiter leiden

„Die Leiden der alten W.“, müsste Ulrich Plenzdorfs neuer Roman heißen, wenn er denn auf die Idee käme einen neuen schreiben zu wollen und das Buch irgendetwas mit Werder Bremen zu tun haben sollte. Was für eine Zeitreise in die kürzere Vergangenheit mussten die Fans gestern Nachmittag bei bestem Wetter  miterleben? Grausam!
Und der „Beste Trainer“ stellt sich einmal mehr hin und verteidigt sein schwaches Konzept und die willenlosen Spieler. In die Saison hineinkämpfen muss sich die Mannschaft. Aha! Weitere Plattitüden erspare ich uns.
Das einzig Gute an der Niederlage gegen die Hertha ist, dass es noch 33 weitere Spieltage gibt. Das Messer steckt also noch nicht unmittelbar im Hals des möglichen Opfers.
Wir haben genug Zeit uns einzustellen auf das Unvermeidbare und können zwischendurch immer noch auf eine Trainerentlassung und damit verbundene Veränderungen hoffen. Weiterlesen

Heute Bundesligastart

Ja, wir sind noch da! Nur knapp sind wir der Pandemieflutwelle entkommen. Wirtschaftlich hat es uns trotzdem stark erwischt. Geblieben ist unser ungebrochener Optimismus. Der hält die Horizont-Kogge weiter gnadenlos auf Kurs, auch wenn es zeitweilig nur mit viel Mühe durch die  starke Brandung geht.
Wenn heute die neue Bundesligasaison beginnt, muss Folgendes beachtet werden. Aufgrund der vorgegebenen Coronaregeln, dürfen wir nur eine begrenzte Anzahl an Gästen in die Arena lassen (Maskenpflicht beim Kommen, Gehen und dem Besuch der Toiletten, Hände desinfizieren).
Die maximale Auslastung beträgt 42 Personen. Stehplätze sind nicht gestattet.
Das Spiel gegen die Hertha wird ohne vorherige  Reservierungen stattfinden. Danach bewerten wir die Situation neu. Eine erneute Reservierungspflicht ist nicht auszuschließen.
Gäste, die uns auch in der fußballlosen Zeit unterstützt haben, werden bevorzugt behandelt.
Ohne diese Menschen, wäre es nicht möglich, überhaupt noch Werders ambitionierte Saisonpläne zu verfolgen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen der Nur-Fußballgucker, recht herzlich bedanken.
Wir öffnen am Freitag 18 Uhr und am Samstag 14 Uhr. Ich bitte Euch, den Anweisungen des Personals zu folgen. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird des Ladens verwiesen. Habt Verständnis, denn nur gemeinsam kommen wir durch die anhaltende Krise.
Heute ist die letzte Chance für die Tippspielanmeldung. Nutzt sie, denn schon morgen wird es zu spät sein!

Kein ganz normaler Samstag

Unweigerlich muss ich heute, kurz vor Anpfiff des letzten Spieltages der Bundesliga, daran denken, wie Andy Brehme an der Schulter von Tante Käthe schluchzte, als der mit seinem 1.FC Kaiserslautern abgestiegen war.
Diese Szene vom 18.Mai 1996 hat sich tief in mein Bewusstsein eingeprägt und bleibt für immer unvergessen. Wahrscheinlich deshalb, weil Brehme zeigte, dass auch ein Fußballerherz kein Herz aus reinem Gold ist.
Schwer vorstellbar, dass sich das im Bremer Weserstadion im Falle eines direkten Abstieges an diesem Samstag, den 26.Juni 2020 wiederholen würde – vor leeren Rängen und am Ende auch auf ewig leeren Köpfen. Zu emotionslos und lethargisch waren die meisten Auftritte dieser Mannschaft in der abgelaufenen Saison. Weiterlesen

Schicksalspiel

Werder könnte heute Geschichte schreiben und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Zu verhindern ist das nur mit einem Sieg gegen Köln und einer gleichzeitigen Niederlage Düsseldorfs bei Union.
An eine Wunder glauben nicht viele, trotzdem bleibt dieses kleine Fünkchen Hoffnung. Es müssen viele TOOOORE her!
Coronabedingt ist der Laden leider schon voll besetzt. Auch das ist ein Trauerspiel. Letztendlich nehmen  wir die Situation hin wie sie ist. Beim Wetter können wir schließlich auch nichts drehen.
Wir öffnen heute 14.30 Uhr
Morgen Nachmittag zeigen wir die Abschlusskonferenz der 2. Liga. Spannend vor allem deshalb, weil der HSV gerade selbst dabei ist, den  Wiederaufstieg erneut zu verhindern!

Aufgrund der Tatsache, dass unser Tresen noch immer nicht genutzt werden darf, haben wir uns intern auf folgende Öffnungszeiten geeinigt:
Dienstag, Freitag und Samstag jweils ab 18 Uhr geöffnet. Am Wochenende bleibt die Schließungszeit je nach Sachlage flexibel.
Dartspiel ist leider noch immer nicht möglich, da die Sitzplatzpflicht weiterhin besteht.
Ausweichquartier ist das  VRV Vereinsheim. Dort haben wir täglich von 14 Uhr  bis 21 Uhr geöffnet  (länger möglich

Corvid19-Update

Wir starten heute einen weiteren zaghaften Versuch, uns der neuen Kneipenkultur anzunähern. Von 18.00 Uhr bis 0.00 Uhr sind wir für Euch da. Mir möchten Euch dringend bitten, strikt die Coronavorgaben einzuhalten. Das hilft uns und natürlich auch Euch. Wir brauchen keine Verschwörungstheoretiker und Leute, die uns mit einem Aluhut auf dem Kopf die Welt erklären wollen.
Wir brauchen Menschen, die sich ihrer Verantwortung zum Allgemeinwohl bewusst sind und unser Team in allen Belangen unterstützen. Die Einschränkungen sind massiv, aber von uns nicht so gewollt. Im Sinne der Sache, bitten wir trotzdem um Verständnis. Es kann nur heißen: Gemeinsam durch die Krise!
Wir zeigen heute Abend die Fußballspiele der 2. Liga und das Freitagsspiel der Bundesliga!
Für das morgige Werder-Spiel sind noch wenige Plätze frei. Meldet Euch unter info@horizont-bremen.de.
Bitte nicht anrufen und keine WhatsApp-Nachrichten schicken! Geöffnet ist morgen ab 14.30 Uhr.

„Es war doch gar nicht so schlecht!“

… war der lapidare Kommentar eines Gastes gestern Abend im Horizont. Der Restart hat unterschiedliche Gefühle bei Horizont-Betreiber und Gästen ausgelöst. Sicher haben sich alle 20 (Maximalbelegung) Fußballfans gefreut, dass es endlich wieder losgeht, auch wenn die Geisterspielatmosphäre aus dem Weserstadion zeitweise in den Horizont überzuschwappen drohte. Es war insgesamt wenig kneipenfreundlich, gerade weil sich alle Besucher an die „unmenschlichen“ Hygienevorgaben gehalten haben.
Das Herzstück einer Kneipe ist nun mal der Tresen und ein Fußballspiel lebt von seinen augenblicklich gelebten Emotionen. Die Menschen im Laden kennen sich, sind zum Teil Freunde, wollen sich austauschen, abklatschen oder  sich gar umarmen. Weiterlesen

Sechs Minuten

Was für eine Stimmung im wieder vollen Horizont! Werder Bremen spielt in Berlin, als hätte es nie eine Krise gegeben. Sergeant umtrippelt am Strafraum zwei Gegenspieler und hämmert den Ball rechts unten ins Tor, Rashica flankt sensationell von der linken Außenseite und Klaasen köpft unhaltbar ein. Die Hütte bebt, die Fans rasen wie von Sinnen, das Bier fließt in Strömen, die Tonanlage röchelt vor Staunen. Werder führt 2:0! Was für ein Fest? Werder Bremen ist plötzlich wieder wer!
Das Ganze spielte sich innerhalb von sechs Spielminuten ab, sechs Spielminuten voller Hoffnung und voller Sehnsüchte. Es wurde der mögliche Klassenerhalt beschworen und es wurden Vergleiche mit Werderwundern aus der Vergangenheit gezogen. Die Menschen richteten sich wieder auf und tippten stolz auf die verblichene Raute ihrer Alttrikots. Sechs Minuten bis zur Ewigkeit, sechs wunderbare Minuten, die uns eine lange armselige Saison mit einem Schlag vergessen ließen – eben für sechs Minuten lang.
Ach wie schön wäre es, könnte ich an dieser Stelle die Zeit anhalten, den Stift zur Seite legen und mich, die Arme hinter dem Kopf verschränkend, grünweißen Träumerein hingeben.
Aber da war noch etwas, nämlich diese jämmerlichen vierundachtzig Minuten plus, die gnadenlos realistisch aufzeigten, wie es wirklich im Leben zugeht.
Werder bescherte mir gestern ein Deja-vu zur Ziehung der Lottozahlen: Die ersten beiden gezogenen Nummern sind richtig und dann … nur noch Nieten!
Der Unterschied: Werder ist die Oberniete ist und nach einem solchen Auftritt ganz sicher ein Absteiger ohne Mumm.

 

Dramatisch aber nicht hoffnungslos

Corvid Corona mit der 19 ist kein brasilianischer Neuzugang bei Werder Bremen, der helfen soll, den scheinbar unvermeidlichen Abstieg in Liga 2 zu verhindern. Corona ist auch keine Biermarke aus Übersee, die plötzlich den europäischen Markt überschwemmt. Ne, Leute, hier ist endlich echte Aufklärung nötig.
In Wirklichkeit handelt sich bei Corvid 19 auch um keinen Virus, sondern tatsächlich um einen Trick der Weltwirtschaftssyndikate, um den schlappen Einzelhandel anzukurbeln und die Ordnung in der Welt wieder herzustellen. Die Leitzinsen in Amerika sind gesenkt, die Chinesen werden zurückgedrängt, der Klimawandel wird aufgehalten und das Flüchtlingsproblem auf natürliche Art und Weise gelöst.
Ich bin da voll eingestiegen in die Szene, schließlich bietet doch so eine Geschichte wirkliches Potential sich mal von dem schnöden Alltagsgedöns frei zu machen. Auf jeden Fall liegt mir die Sache mehr als der blöde Karneval mit den künstlichen Klebebärten und den bunten Hütchen auf der kahlen Rübe.
Probleme gibt es natürlich trotzdem ohne Ende.
Gestern wollte ich im heimischen Keller eine Schraube suchen, da habe ich mich doch plötzlich gar nicht mehr ausgekannt zwischen den ganzen Klopapierrollen und Kisten mit Nahrung und Desinfektionsmitteln für mindestens 15 Jahre. Blöd war auch, dass mir meine neue Maske (Zehnerpack bei Amazon für 139 € in bunt, Premium, letzte Möglichkeit) ständig hochgerutscht ist und ich phasenweise rein gar nichts mehr gesehen habe.
Und überhaupt: Ohne Maske gehe ich gar nicht mehr aus dem Haus. Sicher ist sicher. Blöd ist nur, dass die Bäckersfrau beim Bäcker ohne eigene Backstube gleich die Hände gehoben hat, als ich am Morgen meine Brötchen holen wollte. Ich konnte sie kaum beruhigen. Es ist nur gelungen, weil ich mit dem mir freiwillig angebotenen Geld aus der Kassette (ohne Bon) schnell den Laden verlassen habe. Brötchen hatte ich da allerdings keine, Hunger dagegen umso mehr. Zuhause musste ich gleich an die eiserne Reserve. Eigentlich war das nicht der Plan. Das Atombrot aus der Dose ist aber gar nicht so schlecht, wenn man es ungefähr 20 min mit dem Fleischklopper bearbeitet hat.
Heute bin ich komplett beschäftigt. Also nicht anrufen! Ich vernagle meine Hütte mit Brettern. So richtig voran komme ich aber nicht, weil ich ständig nach draußen klotzen muss. Bei dem Nebel rechne ich mit allem. Sicher sind die Outlaws schon unterwegs und spähen Objekte aus, in denen was zu holen ist. Das macht mich ganz kirre. Ich muss mein Eigentum schließlich schützen. Hier geht es um das nackte Überleben. Morgen fange ich an ein Tunnelsystem zu graben; Fluchtmöglichkeiten schaffen, um als letzter auf diesem Planeten, tja, mmh, also irgendwohin flüchten zu können. Nach oben geht, glaube ich, nicht. Denk ich noch einmal drüber nach!
Internet und TV stelle ich demnächst auch ab, wegen der Viren und Bakterien, die so durch die Gegend schwirren. Man weiß ja nie, wen es trifft. Zumindest fühle ich mich mit meinem selbstgebastelten WLan-Kabel vorerst noch sicher. Eins sage ich Euch aber, niemals ein Werbebanner anklicken, da könnte sich Sonstwas hinter verstecken. Die Coronen oder wie die heißen, schicken dir dann Pakete Nachhause und legen sie an angebliche Wunschorte, die nur schwer einsehbar sind und in der Folge unkontrollierbare Schäden anrichten können.

Mal was ganz Profanes: Ich weiß gar nicht genau, ob das Werder-Pokalspiel heute stattfindet. Am Sonntag wurde ja auch nicht gespielt. Ich vermute da den ganz großen Zusammenhang zwischen Werder, Internorga, Buchmesse und Wiesenhof. Wiesenhof? Weiß auch nicht wie ich jetzt darauf komme. So viele Hühnchen auf engem Raum … da ist Potential für Keime und so.
Nun ja, zieht Eure Schlüsse. Wenn ich es schaffe, grabe ich mich im Laufe des Tages noch bis zum Horizont vor. Anpfiff ist erst 20.45. Müsste theoretisch zu schaffen sein. Reden können wir allerdings nicht.Tröpfchenflug ist das Stichwort. Sicher ist sicher.