Funkstille

Seit 12 Jahren das 1.Mal nicht in der Kneipe. Mmh. Von wegen „Hinterm Tresen geht`s weiter!“ Von einem Virus ausgehebelt! Lachhaft, hätte ich gesagt, wenn mir das jemand vor noch nicht allzu langer Zeit prophezeit hätte .
Da denkt man, in 60 Jahren alles schon erlebt zu haben. Pustekuchen!
Das Leben ist ein Abenteuer, nur heute Nacht eben ohne Euch. Grässliche Veranstaltung..
„Jeder stirbt für sich allein“, hat ein gewisser Fallada, Hans mal auf eines seiner Buchdeckel gekritzelt. Das trifft es! Nun hoffe ich natürlich nicht, dass Ihr gleich allesamt die Mücke macht. Wir brauchen Euch noch kerngesund und munter im Horizont der Neuzeit. Deshalb bleibt geschmeidig, zündelt zaghaft und solo die gefährlichen Wunderkerzen und schmeißt reichlich Konfetti (falls nicht verboten).
Wir sehen uns im neuen Jahr, spätestens Ostern, wenn ich erstmals das Scherengitter von der Tür wuchte und Euch ehrenvoll empfange.
Guten Rutsch und Prost!

Wieder im Spiel

Werder Bremen hat das Kellerduell auf Schalke gewonnen. Lücke hat drei Buden gemacht, Pavlenka mit starken Reflexen reagiert und Mbom hat glanzvoll debütiert.. Warum nicht mehr von diesen jungen, giftigen Spielern, Herr Kohlfeldt? Es ist doch gar nicht so schwer!
Die Partie auf Schalke war keine große und weit entfernt von einem guten Fußballspiel. Beiden Teams war anzusehen, dass der Druck „Gewinnenzumüssen“ kein kleiner war. Entsprechend hoch war die Fehlpassquote. Schalke hat im Prinzip die Arbeit verweigert und gegen den Trainer gespielt. Anders ist diese extrem schwache Leistung nicht zu erklären. Werder hat diese Passivität dankend angenommen und  Flori mit dem Sieg  gleichzeitig den Allerwertesten gerettet.
Nächste Woche darf gegen Bielefeld gern nachgelegt  werden. Wenn das gelingen soll, muss eine deutliche Leistungssteigerung her. Drücken wir die Daumen, dass es gelingt.
Heute öffnen wir 15 Uhr und zeigen die Bayern in Hoffenheim. Danach kommt die Freiburgpartie live und in Farbe. Ich hoffe, Ihr seid dabei?

Not gegen Elend zu bester Sendezeit

Kellerduell zu bester Sendezeit am Samstag, den  26.9.20 Schalke gegen Werder.
Live bei uns und ohne Voranmeldung.
Während bei S04 Trainer Wagner um seinen Job bangen muss, dürfte das in Bremen trotz ähnlich schwacher Performance für den leitenden Angestellten mit den markigen Sprüchen kein Thema sein. Nun lassen wir uns rein sportlich  überraschen, ob Schalke gegen die Bayern einfach abgeschenkt oder/ und  Werder nur fett geblufft hat?
Es kann nur die einen besonderen Loser geben!  Hoffen wir, dass es nicht unsere vielgeliebten Bremer sind. Die Eindrücke des ersten Auftritts  waren zwar beschämend, täuschen bekanntlich aber manchmal  über den wahren Zustand hinweg!
Am Donnerstag übertragen wir auch das Supercupfinale zwischen Bayern und Sevilla (21 Uhr), bevor es am Freitag mit dem Alltagsgeschäft in den verschiedenen Ligen weitergeht.
Bleibt bis dahin gesund!

Weiter leiden

„Die Leiden der alten W.“, müsste Ulrich Plenzdorfs neuer Roman heißen, wenn er denn auf die Idee käme einen neuen schreiben zu wollen und das Buch irgendetwas mit Werder Bremen zu tun haben sollte. Was für eine Zeitreise in die kürzere Vergangenheit mussten die Fans gestern Nachmittag bei bestem Wetter  miterleben? Grausam!
Und der „Beste Trainer“ stellt sich einmal mehr hin und verteidigt sein schwaches Konzept und die willenlosen Spieler. In die Saison hineinkämpfen muss sich die Mannschaft. Aha! Weitere Plattitüden erspare ich uns.
Das einzig Gute an der Niederlage gegen die Hertha ist, dass es noch 33 weitere Spieltage gibt. Das Messer steckt also noch nicht unmittelbar im Hals des möglichen Opfers.
Wir haben genug Zeit uns einzustellen auf das Unvermeidbare und können zwischendurch immer noch auf eine Trainerentlassung und damit verbundene Veränderungen hoffen. Weiterlesen

Heute Bundesligastart

Ja, wir sind noch da! Nur knapp sind wir der Pandemieflutwelle entkommen. Wirtschaftlich hat es uns trotzdem stark erwischt. Geblieben ist unser ungebrochener Optimismus. Der hält die Horizont-Kogge weiter gnadenlos auf Kurs, auch wenn es zeitweilig nur mit viel Mühe durch die  starke Brandung geht.
Wenn heute die neue Bundesligasaison beginnt, muss Folgendes beachtet werden. Aufgrund der vorgegebenen Coronaregeln, dürfen wir nur eine begrenzte Anzahl an Gästen in die Arena lassen (Maskenpflicht beim Kommen, Gehen und dem Besuch der Toiletten, Hände desinfizieren).
Die maximale Auslastung beträgt 42 Personen. Stehplätze sind nicht gestattet.
Das Spiel gegen die Hertha wird ohne vorherige  Reservierungen stattfinden. Danach bewerten wir die Situation neu. Eine erneute Reservierungspflicht ist nicht auszuschließen.
Gäste, die uns auch in der fußballlosen Zeit unterstützt haben, werden bevorzugt behandelt.
Ohne diese Menschen, wäre es nicht möglich, überhaupt noch Werders ambitionierte Saisonpläne zu verfolgen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen der Nur-Fußballgucker, recht herzlich bedanken.
Wir öffnen am Freitag 18 Uhr und am Samstag 14 Uhr. Ich bitte Euch, den Anweisungen des Personals zu folgen. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird des Ladens verwiesen. Habt Verständnis, denn nur gemeinsam kommen wir durch die anhaltende Krise.
Heute ist die letzte Chance für die Tippspielanmeldung. Nutzt sie, denn schon morgen wird es zu spät sein!

Kein ganz normaler Samstag

Unweigerlich muss ich heute, kurz vor Anpfiff des letzten Spieltages der Bundesliga, daran denken, wie Andy Brehme an der Schulter von Tante Käthe schluchzte, als der mit seinem 1.FC Kaiserslautern abgestiegen war.
Diese Szene vom 18.Mai 1996 hat sich tief in mein Bewusstsein eingeprägt und bleibt für immer unvergessen. Wahrscheinlich deshalb, weil Brehme zeigte, dass auch ein Fußballerherz kein Herz aus reinem Gold ist.
Schwer vorstellbar, dass sich das im Bremer Weserstadion im Falle eines direkten Abstieges an diesem Samstag, den 26.Juni 2020 wiederholen würde – vor leeren Rängen und am Ende auch auf ewig leeren Köpfen. Zu emotionslos und lethargisch waren die meisten Auftritte dieser Mannschaft in der abgelaufenen Saison. Weiterlesen

Schicksalspiel

Werder könnte heute Geschichte schreiben und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Zu verhindern ist das nur mit einem Sieg gegen Köln und einer gleichzeitigen Niederlage Düsseldorfs bei Union.
An eine Wunder glauben nicht viele, trotzdem bleibt dieses kleine Fünkchen Hoffnung. Es müssen viele TOOOORE her!
Coronabedingt ist der Laden leider schon voll besetzt. Auch das ist ein Trauerspiel. Letztendlich nehmen  wir die Situation hin wie sie ist. Beim Wetter können wir schließlich auch nichts drehen.
Wir öffnen heute 14.30 Uhr
Morgen Nachmittag zeigen wir die Abschlusskonferenz der 2. Liga. Spannend vor allem deshalb, weil der HSV gerade selbst dabei ist, den  Wiederaufstieg erneut zu verhindern!

Aufgrund der Tatsache, dass unser Tresen noch immer nicht genutzt werden darf, haben wir uns intern auf folgende Öffnungszeiten geeinigt:
Dienstag, Freitag und Samstag jweils ab 18 Uhr geöffnet. Am Wochenende bleibt die Schließungszeit je nach Sachlage flexibel.
Dartspiel ist leider noch immer nicht möglich, da die Sitzplatzpflicht weiterhin besteht.
Ausweichquartier ist das  VRV Vereinsheim. Dort haben wir täglich von 14 Uhr  bis 21 Uhr geöffnet  (länger möglich

Corvid19-Update

Wir starten heute einen weiteren zaghaften Versuch, uns der neuen Kneipenkultur anzunähern. Von 18.00 Uhr bis 0.00 Uhr sind wir für Euch da. Mir möchten Euch dringend bitten, strikt die Coronavorgaben einzuhalten. Das hilft uns und natürlich auch Euch. Wir brauchen keine Verschwörungstheoretiker und Leute, die uns mit einem Aluhut auf dem Kopf die Welt erklären wollen.
Wir brauchen Menschen, die sich ihrer Verantwortung zum Allgemeinwohl bewusst sind und unser Team in allen Belangen unterstützen. Die Einschränkungen sind massiv, aber von uns nicht so gewollt. Im Sinne der Sache, bitten wir trotzdem um Verständnis. Es kann nur heißen: Gemeinsam durch die Krise!
Wir zeigen heute Abend die Fußballspiele der 2. Liga und das Freitagsspiel der Bundesliga!
Für das morgige Werder-Spiel sind noch wenige Plätze frei. Meldet Euch unter info@horizont-bremen.de.
Bitte nicht anrufen und keine WhatsApp-Nachrichten schicken! Geöffnet ist morgen ab 14.30 Uhr.

„Es war doch gar nicht so schlecht!“

… war der lapidare Kommentar eines Gastes gestern Abend im Horizont. Der Restart hat unterschiedliche Gefühle bei Horizont-Betreiber und Gästen ausgelöst. Sicher haben sich alle 20 (Maximalbelegung) Fußballfans gefreut, dass es endlich wieder losgeht, auch wenn die Geisterspielatmosphäre aus dem Weserstadion zeitweise in den Horizont überzuschwappen drohte. Es war insgesamt wenig kneipenfreundlich, gerade weil sich alle Besucher an die „unmenschlichen“ Hygienevorgaben gehalten haben.
Das Herzstück einer Kneipe ist nun mal der Tresen und ein Fußballspiel lebt von seinen augenblicklich gelebten Emotionen. Die Menschen im Laden kennen sich, sind zum Teil Freunde, wollen sich austauschen, abklatschen oder  sich gar umarmen. Weiterlesen

Sechs Minuten

Was für eine Stimmung im wieder vollen Horizont! Werder Bremen spielt in Berlin, als hätte es nie eine Krise gegeben. Sergeant umtrippelt am Strafraum zwei Gegenspieler und hämmert den Ball rechts unten ins Tor, Rashica flankt sensationell von der linken Außenseite und Klaasen köpft unhaltbar ein. Die Hütte bebt, die Fans rasen wie von Sinnen, das Bier fließt in Strömen, die Tonanlage röchelt vor Staunen. Werder führt 2:0! Was für ein Fest? Werder Bremen ist plötzlich wieder wer!
Das Ganze spielte sich innerhalb von sechs Spielminuten ab, sechs Spielminuten voller Hoffnung und voller Sehnsüchte. Es wurde der mögliche Klassenerhalt beschworen und es wurden Vergleiche mit Werderwundern aus der Vergangenheit gezogen. Die Menschen richteten sich wieder auf und tippten stolz auf die verblichene Raute ihrer Alttrikots. Sechs Minuten bis zur Ewigkeit, sechs wunderbare Minuten, die uns eine lange armselige Saison mit einem Schlag vergessen ließen – eben für sechs Minuten lang.
Ach wie schön wäre es, könnte ich an dieser Stelle die Zeit anhalten, den Stift zur Seite legen und mich, die Arme hinter dem Kopf verschränkend, grünweißen Träumerein hingeben.
Aber da war noch etwas, nämlich diese jämmerlichen vierundachtzig Minuten plus, die gnadenlos realistisch aufzeigten, wie es wirklich im Leben zugeht.
Werder bescherte mir gestern ein Deja-vu zur Ziehung der Lottozahlen: Die ersten beiden gezogenen Nummern sind richtig und dann … nur noch Nieten!
Der Unterschied: Werder ist die Oberniete ist und nach einem solchen Auftritt ganz sicher ein Absteiger ohne Mumm.