Auf Kurs

Werder ist in der Spur. Nach dem holprigen Rückrundenstart reihen sich inzwischen die Siege nahtlos aneinander. Dank gilt vor allem einem ganz starken Max Kruse, der zur richtigen Zeit in Bombenform  ist. An jeder Bude, die die Mannschaft macht, ist er  direkt oder indirekt beteiligt.
Gestern hat der Mann Mainz 05 fast im Alleingang abgeschossen. Dieser 3:1-Erfolg löste Jubelstürme im Horizont aus. Die Fans feierten diesen Sieg wie eine Meisterschaft. Europapokalgesänge wurde angestimmt und Rückenwind für die Pokalpartie gegen S04 sollte es damit sowieso geben.
Heute öffnen wir den Laden wieder um 15 Uhr. Interessant dürfte sein, wie sich Schalke mit dem neuen Alttrainer Stevens im Spiel gegen Hannover aus der Affäre zieht.

Vom Mont Ventoux zehren

Der Mensch braucht Erfolgserlebnisse, um im täglichen Überlebenskampf bestehen zu können. Es ist nun einmal so, dass wir in einer komplizierten Welt leben, in der es nicht mehr nur darum geht, sich auf die Jagd nach Nahrung und einem warmen Schlafplatz für die Nacht  begeben zu müssen. Leider ist die gesamte Lebenslage  zumeist sehr unübersichtlich.
Jeder Mensch, der sich in diesem Konstrukt behauptet, ist für mich ein kleiner Held. Ich rede dabei von „normalen“ Menschen, die täglich zur Arbeit gehen und am Abend versuchen, soziale Kontakte zu pflegen. (Ich rede hier nicht von Menschen, denen die Sonne aus irgendeinem gottgegebenem Grund, permanent aus dem Allerwertesten scheint.)
Um den Mut im Leben nicht zu verlieren, ist es für uns alle extrem wichtig, sich kleine Inseln der Freude zu schaffen, und zu versuchen, lange von dem Erlebten zu profitieren.
Leere Energiespeicher aufzufüllen ist ein Privilieg, das nicht nur Handys zugestanden werden darf. Wir müssen uns vor allem um uns selbst kümmern.
Selbstlosigkeit ist gewiss eine schöne Tugend, die von Außenstehenden oft bewundert und noch mehr belächelt wird, verbraucht am Ende aber nur unsere eigenen Reserven.
In den letzten Tagen habe ich sehr ausführlich bei Facebook über meine Raderlebnisse in Südfrankreich berichtet. Dabei ist Euch bestimmt aufgefallen, dass mich insbesondere die Auffahrt mit dem Rennrad von Bedoin auf den Momt Ventoux, den legendären Berg mitten in der Provence, beschäftigt hat. Seitdem ich Rennrad fahre, hatte ich schon immer zum Ziel, eines Tages diesen Giganten der Tour de France zu befahren. Nun habe ich es getan (nicht abgetan).
Ich trage jetzt den Mont Ventoux in meinem Herzen und schöpfe weiter Energie aus diesem  unglaublichen Ereignis.
In den nächsten Tagen werde ich Euch bestimmt verschiedene Versionen meines persönlichen Aufstieges vortragen- und Ihr werdet, was bleibt Euch anderes übrig, geduldig zuhören müssen. Vielleicht springt ein kleiner Funke meiner Euphorie auf Euch über und Ihr überlegt insgeheim, was Ihr selbst als Nächtes tun könntet.
Wenn das passiert, würde  mich das ganz besonders freuen.

Heute freue ich mich auf einen sonnigen Bundesliganachmittag mit Werder Bremen gegen
Mainz 05. Adrenalingeschwängert wie ich noch immer bin, tippe ich kühn ein 5:1 für Werder.
Ich bin 14 Uhr vor Ort und versorge Euch für den Rest des Tages mit kühlen Getränken und der einen oder anderen Episode.

Unkonventionelle Gedanken zur Nationalmannschaft

Jetzt wo Werder so richtig in Schwung ist,  rührt der der  inzwischen ungeliebte Jogi seine Grütze an. In einem Länderspiel am Mittwoch gegen Serbien testet er junges Gemüse auf „Äemtauglichkeit“, um sich dann am Sonntag von der Gemüsenation Nummer 1, den Holländern, zeigen zu lassen, wie wässrige Tomaten wirklich aussehen müssen.
Mir tut  der junge Eggestein richtig leid, weil er nun der nächste ist, der dem wenig emphatischen und doch so machtgeilen Bundestrainer in den Allerwertesten kriechen muss, wenn er irgendwann mal mit dem Adler auf der Brust in einer deutschen A-Startelf stehen will.
Ich gehe davon aus, dass die jungen Wilden vorerst Freundschaftbänder für den Boss knüpfen müssen, bevor sie zum Mannschaftstraining zugelassen werden.
Ihr Haltbarkeitsdatum läuft aber spätestens dann ab, wenn sie eine eigene Meinung haben und somit faktisch erwachsen sind. Die Karriere einer Eintagsfliege, die nur verlängert werden kann, wenn man  lange genug seine Fresse hält. Klingt alles ein bisschen nach Kindesmissbrauch, ist es aber natürlich nicht. Nein, um Gottes Willen! Das Regime Löw besitzt offensichtlich eine ganz eigene Dynamik.
Ich persönlich komme aus dem Kopfschütteln kaum noch heraus. Mir tut schon alles weh und als Fußballfan fühle ich mich verraten und gedemütigt. Dummerweise erkennt meine Krankenkasse das nicht als Berufskrankheit an, so dass ich meine Rübe (da sind wir wieder beim Gemüse) bis zum Abfallen weiter maltretieren muss. Ich sage nur, statt Blumen eine kleine Spende auf das Konto DE 23 ….  Also dann, wenn es so weit ist!
Der Mann, ich meine jetzt den Jogi, soll zurück treten und das ganz schnell. Es ist schlimm, dass  niemand der Verantwortlichen einschreitet. Früher waren Länderspiele Straßenfeger. Wir waren stolz auf unser Team. Heute interessieren uns  gerade noch die Ergebnisse, die man  auch morgens in der Zeitung lesen kann. Das kann doch nicht sein, oder?
Schlimm genug, dass  sich nun auch noch VW als Hauptsponsor andient und der ganze Tross in dieselverpesteten Lupos vorfahren muss.
Es ist doch echt verrückt, dass der internationale Fußball inzwischen zu einem unkontrollierten Millardengeschäft mutiert ist, während in Deutschland Kleingeister das Sagen haben und auf dem besten Wege sind, den Fußball zur Randsportart zu degradieren.
Ich weiß, das sind harte Worte. Worte, die nicht unbedingt gesagt werden müssen. Jetzt sind sie aber raus und ich diskutiere gern heute Abend ab 18 Uhr mit Euch darüber.
Die Länderspiele zeigen wir Euch trotzdem (Ich hoffe, nicht zur Abschreckung.)
Mittwoch und Sonntag ist jeweils 20.45 Uhr Anstoß!

Aktualisierung

Gestern wurde ich gerügt, dass die Internetseite des Horizont nicht aktuell wäre. „Da schreibst du von schwacher 1.Halbzeit … „, meinte der nette Herr M. Sofort habe ich verzweifelt überlegt, wieviel schwache Halbzeiten ich in den letzten Wochen, nicht nur von Werder, eigentlich gesehen habe.
Es waren viele kann ich Euch sagen. Zuletzt die der Bayern gegen die Reds, davor gar zwei von S04 bei den Citiezens und, naja, dann auch noch den doppelten Auftritt des miesen Eurosportplayers plus offener Anfeindungen einiger Gäste.
Da liegen schon mal die Nerven blank, Leute. Und dass, wo ich mich doch auf dem besten Wege einer langen Reise zu meiner inneren Mitte wähnte. So urplötzlich abgedrängt von der Straße des Lebens, schien mir, als befände ich mich in einem ICE  der Deutschen Bundesbahn. Der habe ich ja bekanntlich abgeschworen, nachdem ich mehrmals außerplanmäßig hart auf den Bahnsteigen deutscher und schweizerischer Bahnhöfe gelandet bin.  Weiterlesen

Wieder Grütze gespielt

Zumindest in der 1. Halbzeit war Werder nicht vorhanden. Da fragt man sich als Zuschauer schon, mit welchem Auftrag knapp 20 Sportler in einen dieselbetriebenen Bus steigen, um an einem verregneten Sonntagabend in kurzen Hosen über eine grüne Wiese  zu rennen und gegen einen klitschigen Plastikball zu treten. Bestimmt wäre es besser gewesen, auch schon allein wegen der Erkältungsgefahr, sich es Zuhause auf dem Sofa bequem zu machen, um bei einer Tasse Tee die 234329. Folge der Lindenstraße zu klotzen.
Aber nein,das wäre ja zu langweilig gewesen;  die Jungs müssen unvernünftig sein und draußen in der Gegend  „Jugend forscht“ spielen. Mutti darf dann abends auch noch die schmutzige Wäsche waschen. Bravo! Wenn der Flori wenigstens Bescheid gesagt hätte, dass es nicht reicht, sich lachend den Ball immer hin und her zu schieben, sondern ihn auch mal in Richtung des viereckigen Gebildes  am Ende der Wiese zu dreschen, hätte das Ganze eventuell noch einen Sinn gemacht.
Im Horizont haben wir uns nur gewundert, was so  alles als Leistungssport bezeichnnet und dann auch noch im verschlüsselten TV  übertragen wird.
Okay, wäre die ARD der BL- Rechteinhaber, hätten die Verantwortlichen  dort  wenigstens ganz klar feststellen dürfen: Die  Mannschaft Werders kann niemals in den Dopingskandal um den Erfurter Arzt verwickelt sein, denn dafür verhalten sich die Spieler viel zu normal. Wahrscheinlich hätten Kruse & Co nicht einmal bei der AOK-Winterlaufserie im Bürgerpark eine echte Chance auf vordere Plätze gehabt.
Heute Abend seht Ihr zwangsläufig, gähn, wie der HSV  versuchen wird, gähn, sich die Spitze in der 2.Liga zurück zu holen, gähn. Ich bin, auch zwangsläufig, gähn, ab 18 Uhr da, gähn.
Dann können wir weiter dummes Zeug quasseln. Aber jetzt mal ernsthaft: Ich bitte um Analysen, denn das Thema  „Werder“ist noch nicht durch. Nein, nein! Schließlich bezahle ich sehr viel Geld dafür, Euch die Jungs in den kurzen Hosen zeigen zu dürfen.

„Stückwerk“ live im Horizont

Am 7.3. ab 20.30 Uhr präsentieren wir Euch live! die Bremer Band Stückwerk:

Die Jungs machen ihrem Bandnamen alle Ehre:
Unvollkommen, stilmäßiges Flickwerk, mal deutsch – mal englisch, ganz unterschiedliche Charaktere aber werkeln ihre eigenen Stücke aus den Kompositionen und Texten von Sänger und Gitarrist Andreas – StückWerk eben!
Trotz Abwesenheit von Perfektion und klarem Stil dreht sich letztlich doch alles um die Texte und den charismatischen Gesang und macht die Musik dann doch letztlich wiedererkennbar, und die Vier lassen es sich nicht nehmen, der Welt (wenn auch nur ihrer kleinen) ein weiteres Stück Musikkultur zu präsentieren.

Vorher geht es aber noch mit Werder in Wolfsburg zur Sache. Das Endspiel um den Europacup startet am Sonntag um 18 Uhr. Freitag und Samstag seht ihr natürlich auch die anderen Spiele des deutschen Ligabetriebes.

Werder kombiniert mit Horizont-Geburtstag

Am Samstag ist es wieder soweit. Eine schöne Tradition setzt sich fort. Wir feiern unseren 11. Geburtstag gemeinsam und in voller Pracht. Zur Feier des Tages gibt es wieder Livemusik vom Allerfeinsten. Entgehen lassen soltet Ihr Euch die Bremer Band „Highfield Lane“ auf gar keinen Fall. Wie Ihr wisst, habe ich immer ein gutes Händchen bei meiner Musikauswahl.Das Konzert beginnt wie gehabt gegen 21.00 Uhr. Hörproben gibt es natürlich auf YouTube.
Danach darf ordentlich getanzt werden. Ich haue Euch wunderbare Rockmusik in die Leitungen, auch wenn der DJ dieses Mal aus organisatorischen Gründen (langer Auf- und Abbau) fehlt.

Spezielle Preise für unsere lieben Gäste: Havna- oder Wodka mit Cola oder Sprite für 4 €, Becks- und Staropramen Flasche für 2,50 €.

Am Freitag ringt Werder im Eurosportplayer den VfB Stuttgart nieder. Wer dabei sein will, sollte rechtzeitig erscheinen. Ihr wisst, wie voll die Bude an solchen Tagen wird.

Werder siegt

Es war ein klarer Sieg, den Werder da gegen den den Angstgegner aus Augsburg eingfahren hat. Fünf Schüsse aufs Tor, von denen vier saßen. Und ein Tor war  schöner als das andere. Vor allem beteiligt der Kosovaer Rahica, der sich bis zu seiner Auswechslung in der 37.min im Spielrausch präsentierte und seinem Image als  Mr. Chancentod überhaupt nicht genügte. Gleich zwei Mal hatte er bis dahin im Weltklassestil getroffen. Mit so einem Stürmer muss dem SVW auch nicht auf Schalke bange sein, wenn es Anfang April um den Einzug ins DFB-Halbfinale geht. Die ungünstige Auslosung im Pokal war vielleicht der einzige Wermutstropfen  einer  ansonsten großartigen grün-weißen Fußballwoche. Ein Heimspiel gegen den HSV hätte  den Fans deutlich besser gefallen. Aber egal, wir feiern die Feste wie sie fallen.
Heute Abend öffnen wir 18 Uhr. Es wird wieder Skat gespielt und ein bisschen Fußball gibt es bestimmt irgendwo auch. 2. Liga und so!

Jetzt her mit dem HSV!

Es waren große Momente gestern Abend, nachdem feststand, dass Werder den BVB nach einer dramatischen Verlängerung im Elfmeterschießen besiegt hatte. Es war ein Sieg der Disziplin  und des Willens, ein Sieg, der in die Geschichte Werders eingehen wird. Und wir im Horizont sind froh dabei gewesen zu sein. Spät in der Nacht wurden die alten Hymnen angestimmt. Die Mannschaft wurde gefeiert, als hätte sie die Meisterschaft gewonnen.
Was da in der Verlängerung emotional ablief, kann kaum mit Worten beschrieben werden. Dortmund legte vor und Werder legte nach. Ein Wechselbad der Gefühle, das glücklich  für die Grünweißen endete. Wir waren uns einig, endlich einmal wieder ein großer Sieg, ein Sieg der verdient war, auch wenn der BVB über 120 min mehr Spielanteile hatte. Die besseren Chancen hatte Werder und die besseren Nerven letztendlich auch.
Umso unverständlicher eigentlich heute die Einzelspielerbeurteilungen im Weserkurier. Durchschnittlich Note 3 (u.a. Pavlenka), kaum besser als die Bewertungen vom katastrophalen Nürnbergspiel ein paar Tage zuvor.
Leute, setzt die Brillen ab. Ihr habt das falsche Spiel gesehen!
Dieses Pokalachtelfinale muss sowieso als Gesamtkunstwerk und taktische Meisterleistung betrachtet werden. Allein wie Werder in der Verlängerung zweimal den Rückstand egalisiert hat, muss als Reifezeugnis reichen. Da geht noch was! Jetzt bitte Hamburg und nach dem Derby den Einzug ins Finale feiern! Der Weg nach Europa geht nicht über den Ligabetrieb. Der Weg nach Europa geht über den Pokal. Wir haben es begriffen. Danke, SVW!

Heute Abend zeigen wir Euch Teil 2 des Pokalspektakels. 18.30 Uhr geht es los. Das Spitzenspiel zwischen der Hertha und den Bayern beäugen wir besonders hartnäckig ( Anpfiff 20.45 Uhr).

Werder in Dortmund

Nach der blamablen Vorstellung vom letzten Wochenende will Werder heute Abend ab 20.45 Uhr in Dortmund Wiedergutmachung betreiben. Vielleicht bleibt ein Sieg gegen den BVB die einzige Chance, um doch noch auf legalem Wege einen Euro-League-Startplatz zu ergattern. Dass dieses ambitionierte Ziel über den Ligabetrieb angesteuert werden kann, dürfte inzwischen als Illusion gelten. Jeden Punkt,  den die Mannschaft holt, ist letztendlich ein Punkt gegen den Abstieg. So sind die Fakten. Kohlfeld schafft es nicht wirklich, eine homogene Mannschaft auf den Platz zu bringen, eine Mannschaft bei der sich Einstellung und sportliches Können zu einer Siegermentalität vereinen. Warum das so ist, bleibt ein ungelöstes Rätsel.
Trotzdem werden wir heute im Pokal eine ganz anderes Werder Bremen sehen. Weil einige der Spieler offensichtlich der Meinung sind, dass sie schon im Spielerolymp angelangt sind, werden sie sich  auf der großen Bühne präsentieren wollen. Nürnberg taugt dazu nicht. Dortmund schon eher. Genau aus dieser Situation schöpfen wir Hoffnung, Vertrauen und die Gewissheit, dass die Mannschaft sich den Allerwertesten aufreißen wird.
Mein Tipp: Sieg nach Verlängerung für den SVW.
Der Horizont öffnet bereits um 18 Uhr. Und klar zeigen wir das Pokalspiel des HSV!