In Gedenken

Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Überhaupt Worte zu finden. 
Der geile Sieg Werders gestern auf Schalke tritt genauso in den Hintergrund wie viele andere Dinge in diesem Leben es tun, wenn man die Nachricht vom Tod einer jungen Frau erhält, die jahrelang für gute Laune im Laden gesorgt und jetzt den schweren Kampf gegen ihre tückische Krankheit verloren hat.  
„Ruhe in Frieden, Mirja (Hansedeern). Wir werden dich nie vergessen und für dich auf ewig einen Platz am Tresen des Horizont frei halten.
Eigentlich wolltest du uns nächstes Jahr zu „Rad am Ring“ begleiten, um uns mit Suppe, Kaffee und Motivation zu versorgen.

Nun werden wir dich nur im Herzen um den Kurs tragen können. Die letzte entscheidende Runde geht an Dich, Mirja. Da werden wir treten was das Zeug hält, weil wir wissen, dass du zuschaust und uns vehement von Deinem Logenplatz aus anfeuerst. Egal wo du jetzt bist, lass es dir bis dahin gut gehen.
Dein Leid hat endlich eine Ende, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass du es noch ein ganzes Weilchen mit uns auf diesem Planeten ausgehalten hättest. Es stellt sich die Frage: Hätten wir mehr für Dich tun können? 

Keine leichte Frage, die leider erst jetzt auftaucht, nachdem das Schicksal sich unabänderlich gewendet hat. Wir alle leben ein bescheidenes Leben in einer bescheidenen Welt, und sind so mit uns selbst beschäftigt, dass es nur selten gelingt, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Dafür können wir uns nur bei Dir entschuldigen, Mirja.
Es ist uns nicht gegeben, diese Größe zu besitzen, die es gebraucht hätte, um dir zu Lebzeiten ab und an mehr Empathie entgegen zu bringen. Es war offensichtlich zu schwer, dich leiden zu sehen und dann auch noch an deiner Seite zu sein. Zu sehr hat uns das an den eigenen Verfall erinnert. Vielleicht müssen deshalb die Sorgen anderer Menschen „draußen“ bleiben.
Jetzt sitzen wir hier mit unserer Trauer, einer Trauer die weh tut und die uns schmerzhaft zeigt, wie unvollkommen wir eigentlich sind.
Vielleicht akzeptierst du diese Erklärung und lächelst milde, weil du inzwischen schon längst andere Hemisphären dieses wundersamen Universums durchstreifst.

Eins ist sicher, irgendwann werden wir wieder miteinander vereint sein. Und dann heben wir unser Glas und pullen völlig befreit zusammen hinaus in die unendliche Freiheit.“

 

Einer muss den Job ja machen!

Die Frage stellt sich: Wer bitteschön soll es machen, nach dieser irren Niederlage am letzten Samstag gegen die Tulpen aus Amsterdam und Umzu. Im Vergleich zu diesem Spielergebnis scheint die Wahlniederlage der CSU in Bayern ein Witz zu sein.
Die Holländer müssen sich jedenfalls genauso fühlen wie die Afdeler oder die Kiffergrünen nach der Auszählung der Stimmen gestern Abend.
(Den Ausdruck mit den Kiffern habe ich übrigens aus einem Leserkommentar bei Spiegel-Online zu den Wahlergebnissene  in Bayern übernommen . Da schrieb einer: „Alle die Grün gewählt haben, sollten Bayern sofort in die angrenzenden Kifferbundesländer verlassen!“)
Nun, den Jogi scheint das Glück jedenfalls verlassen zu haben.  Er sollte den Chefsessel auch verlassen. Umgehend. Sein Neuanfang mit den alten saftlosen Kempen aus „Brasilien 2014“ war vielleicht doch kein richtiger Neuanfang. Ein Umbruch schonmal sowieso nicht. Bitte Jogi, sieh es doch endlich ein.
Immer wieder wird über die fehlenden Alternativen gesprochen. Dabei sitzen die doch zuhauf in öffentlichen TV-Fachausschüssen und nerven in Halbzeitpausen mit sinnlosen Analysen und Besserwisserei. Nehmen wir den Loddar … Okay, den nicht.  Oder den Sammer. Der ist doch ein ernstzunehmender Kandidat. Immerhin hat der nach seiner Zeit beim BVB sämtliche Stationen durchlaufen, die ihn nun zum Chef regelrecht qualifizieren.  Oder was ist mit Didi H., der würde immerhin sofort Kruse und Eggestein nominieren.
Wenn alle Stricke reißen, geht immer noch der Lattek, der Hitzfeldt oder Franzl, seines Zeichens gestürzter Kaiser. Selbst Neururer hat schon jemand ins Spiel gebracht. Oder was ist mit unserer Koksnase? Angeblich hat doch jeder eine 2.Chance verdient. Haaranalyse und los geht`s!
In diesen Zeit, wo alle über Roboter und sowas reden, geht doch im Prinzip auch eine Maschine?
Nationalcoach – 1.Generation (NC1G). Analysen und Aufstellung kriegt das Ding ganz schnell hin, kramt aus den Datenbanken Laufwege, Scorerpunkte, Zweikampfverhaltensiege, Passquote usw.
Was soll denn da schief gehen, wenn der  NC1G die wirklich besten Spieler zu einer Formation formiert. Schlimmer als 0:3? Geht ja fast nicht. Und wenn es nicht haut, kommt eben NC2G!
Also, ihr Verantwortlichen: Macht was draus. Schlimm genug, dass das Fußvolk die Lösungen liefern muss.
Wir öffnen heute 18 Uhr. Ich bin mal wieder da. Prost.

Geburtstagsgeschenk für den Trainer

Es liegt in der Natur der Sache, dass ich zum siegreichen Spiel des SVW einmal mehr gar nichts  kommentieren kann. Wir hatten in unserem Dreierteam, das, wie ich stolz behaupten darf, top gearbeitet hat, vollauf damit zu tun, die wunderbare Stimmung im Horizont maßvoll (massenvoll) mit alkoholischen Getränken zu bestücken. Okay, am Ende des Abends waren einige der Jungs volltrunken im Freudentaumel der Glückseligkeit unterwegs und werden sich heute Mittag die Frage stellen: Was war da eigentlich los gestern Abend?  Hat Werder eigentlich gewonnen?Zu diesem Zeitpunkt bin ich dann, der das Match nicht verfolgen konnte, widerum im Vorteil, weil ich bereits im Weserkurier nachgelesen habe, dass die Abwehr um Pavlenka und Langenkamp die Säulen im Werder-Spiel waren, sich Kruse sehr schwer getan hat, Pizarro frenetisch gefeiert wurde  bei seiner Einwechslung (eigentlich wie immer) und der ältere Eggestein die Kugel kurz vor Schluss zur Entscheidung im Wolfsburger Kasten, der eigentlich dem Verein gehört,  versenkt hat. Bruchstückhaft erinnere ich mich an den Unmut der Gästehorizontfans, die lautstark gegen mehrere unterirdische Schiedsrichterentscheidungen protestiert haben.
Zusammenfassendes Fazit: Die Bude war rammeldicke voll, die rote Anruferliste auf meinem Telefon auch, das Eurosportplayer-Bild war top stabil und Werder ist  am Ende des Freitagabend Tabellenzweiter!
Apropos Anrufe: Ich bin echt nicht in der Lage und inzwischen auch nicht mehr gewillt, die Fragen zu beantworten, die sich damit befassen, ob wir das Spiel übertragen oder nicht.
Leute macht Euch die Mühe und lest den Text, bevor  Ihr im Impressum die Telefonnummer herauskramt und mich schon während der Mittagspause mit Anrufen bombardiert.
Grundsätzlich zeigen wir alle Bundesligaspiele und die von Werder Bremen sowieso. Egal wie übertragen wird (Sky, Euro oder DAZN)! Heute öffnen wir 15 Uhr. Warum wohl?

Werder Bremen – VfL Wolfsburg

Um allen Spekulationen und unnützen Anrufen vorzubeugen:
Ja, wir zeigen heute das Werder-Spiel auf dem Eurosportplayer mit Ton und in voller Länge!
Es gibt keine Platzreservierungen! Wer zuerst kommt, malt bekanntlich zuerst. allerdings behalte ich mir vor, die Plätze am Tresen für meine Stammgäste zu reservieren.
Die Treuen der Treuen  (auch in schlechten Zeiten und bei Sky-Übertragungen) sollen so in den Genuss von minimalen Vorteilen kommen.
Wir öffnen 18 Uhr. Das Spiel wird bekanntlich 20.30 Uhr angepfiffen!
Morgen und am Sonntag sind wir ab 15 Uhr für Euch da. Alle Spiele, alle Tore, viel Geschwätz und Raum für Spekulationen! Das Schwächeln der Bayern und das gute Abschneiden bei den internationalen Veranstaltungen macht es möglich …

Chance vertan

Nie und nimmer hätte Werder das Spiel gestern in Stuttgart verlieren dürfen. Nun rächt sich aber das Manko der mangelnden Chancenverwertung. Spielerisch klar besser, kamen die Bremer nur durch eines der kuriosesten Tore der Bundesligageschichte zu einem letztendlichen Ehrentreffer. Ohne eigenes Zutun gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Einwurf eines VfB-Spielers zurück zu Torwart Ziehler, der gerade mit seinen Stutzen beschäftigt, reflexartig den Ball berührte, der dann aber weiter ins Tor kullerte.
Staunen auf allen Seiten. Werder konnte mit dem Geschenk nichts anfangen und vergeigte trotzdem die mögliche Tabellenführung.. Am Ende hatte das Team noch Gllück , dass die Niederlage nicht höher ausfiel.
Auf dem Boden der Tatsachen zurück, darf nun am kommenden Freitag gegen Wolfsburg Wiedergutmachung erfolgen. Ohne Velkocic, der Rot sah und zugucken darf. Merde.

Heute öffnen wir bereits um 13 Uhr. Vor dem Restprogramm der Bundesliga, zeigen wir Euch das Stadtderby zwischen dem HSV und St. Pauli (Anpfiff 13.30 Uhr).

Eine traurige Nachricht zum Schluss. Unsere Erika, die immer freundliche Wirtin aus den Bürgerstuben, ist gestern nach langer Krankheit, verstorben. In Gedanken sind wir bei ihrem Mann Karl-Heinz und wünschen ihm viel Kraft. Mein herzliches Beileid, auch im Namen aller Horizont-Gäste!

Unser DJ aus der Holzklasse rockt am Freitag den Laden

DJ „Holzklasse“!? So richtig eindringlich geht mir dieser Name nicht über die Zunge. Ist aber egal, denn sicher ist, Clubstimmung wird bei der Musikauswahl des gestandenen DJ`s, bekannt aus Rundfunk und Fernsehen, ganz sicher aufkommen. Morgen Abend wird Uns- Andre den Hahn ordentlich aufdrehen und seine Fans rundum glücklich machen. 
Wir freuen uns auf die 1. Clubparty des Herbstes.

Ein paar Worte über Werder zu verlieren, ist nach meinen harschen Worten des Vortages, unumgänglich.
Ich leiste Abbitte und freue mich riesig, dass endlich das spielerische Potential zu sehen war, was uns seit Saisonbeginn versprochen wurde. Mit Abstand die beste Leistung der Mannschaft in der Ära Kohlfeldt! Ganz langsam darf der Glauben zurückkkehren, dass sich die Zeiten wieder zum Positiven ändern. Weil wir arg „gebeutelt“ wurden in den letzten fünf bis sechs Jahren, ist das Misstrauen tief verankert. Im europäische Fußball wieder präsent zu sein, war bis dato nur ein Wunschtraum. Der könnte 2019 endlich wieder wahr werden.
Nun wachsen die Bäume nicht von heute auf morgen in den Himmel, es scheint aber so, als würde sich Werder mit der zunehmenden Qualität der Gegner steigern. Das ist auch nötig, wenn man sieht, wie die Bayern und auch Dortmund auftreten. Offensichtlich sind diese beiden Teams im Moment das Nonplusultra der Liga. Dahinter ist aber alles möglich. Und wunderbar ist zu sehen, dass Werder Bremen das breite Mittelfeld anführt.
Am Samstag darf in Stuttgart wieder gepunktet werden. Wir sind ab 14 Uhr live dabei.

Heute Abend tritt der HSV in Fürth an. Wir zeigen Euch, wie die Wundertüte der 2.Liga das spektakuläre 0:5 gegen Regensburg weggesteckt hat. Ob überhaupt?
18 Uhr ist der Laden offen. Bis dahin legt Euch entspannt in die Sonne ….

Spitzenspiel

Vierter gegen Zweiter. Werder gegen Hertha. Not gegen Elend. Ambitionierte gegen noch mehr Ambitionierte. Auf jeden Fall ist die Hertha der erste richtige Gradmesser, den Kohlfeldt  & Co in dieser Saison vor die Nase gesetzt bekommt.
Es gibt ja nicht wenig Stimmen unter den Fans, die behaupten, dass Werder Bremen am Ende der Spielzeit einen Platz zwischen vier und sechs belegt.
Ich behaupte mal ganz provokant, dass die bisherigen 8 Punkte einfach nur 8 Punkte gegen den Abstieg sind! Von einer internationalen Startberechtigung ist Werder weiter weg als der HSV es am letzten Wochenende von einem Sieg gegen die, zugegeben, Weltklasseelf von Jahn Regensburg war.
Zumindest mit dieser zögerlichen Spielweise! Als Werder-Fan dreht sich mir der Magen um, wenn ich sehe, wie wankelmütig die Mannschaft gegen  die Teams aus Hannover,  Nürnberg  oder Ausgsburg aufgetreten ist, wie sie ihre  Qualität sinnlos  verpulvert , in dem sie die Gegner einfach machen lässt, anstatt selbst zu agieren. Es kommt mir jedesmal so vor, als wären die Spieler eingeschnappt, dass die Gegener nicht einfach akzepzieren wollen, dass Werder doch nach Europa will:  „Ham wir doch gesagt, Mann! Lasst uns doch jetzt mal gewinnen, sonst machen wir hier nicht mehr mit!“
Es ist Augenwischerei, zu behaupten, dass Werder Bremen schon Ansprüche an höhere  Aufgaben stellen darf. Es muss gearbeitet und gekämpft werden. Von allein geht da nichts. Die Körpersprache ist einfach zu wenig aggressiv. Den Spielern muss Speichel aus der Wade fließen und Gras aus dem Maul wachsen. Aus den Softies müssen Kämpfer werden, die das Schwert gnadenlos schwingen, so wie es die Highlander einst  in den schottischen Bergen getan haben.
Die Mannschaft muss mehr an sich glauben und das mit breiter Brust zeigen.
Ich vermisse dieses bedingungslose Selbstverständnis: Gehts auf den Plaz und gewinnt!
Gerne lasse ich mich heute Abend eines Besseren belehren.
Wir öffnen 17.30 Uhr. Volle Hütte, noch bessere Stimmung. Hoffentlich.
Die wahren Fans gehen mit dem Verein durch dick und dünn  – und sind auch in schlechten Zeiten da. Der Rest kommt nur, wenn der Erfolg da ist. Für mich alles Pseudoeurofighter, sprich Pseudowerdertrittbrettfahrerfans! Damit können weder die Mannschaft noch ich etwas anfangen. Leute, ihr müsst für die Sache brennen. Eine Leidenschaft muss jeder haben: Nur der SVW!

Werder im Wunderland

Wie hat Werder dieses Spiel in Ausburg nur gewinnen können? Es bleibt den objektiven Fans ein Rätsel. Bis auf Kruse, der sich dieses Mal richtig stark präsentierte, lief nicht viel zusammen im Bremer Spiel. Die hoch überlegenen Augsburger gingen trotzdem als Verlierer vom Platz. Die Chancenverwertung war einmal mehr das Thema.
Ehe sich die Schwaben versahen, lagen sie auch schon  mit 0:2 hinten.
Ungläubiges Staunen ob dieses Wunders, ließ die Werder-Spieler in Ehrfurcht erstarren.  So kam es wie es kommen musste. Innerhalb weniger Minuten fielen die Tore zum Ausgleich. Kurios: 45. Minute plus 3 und 47. Minute. Ratz fatz war die Puppenkiste aus Werder-Sicht wieder zu.
Nee, nee, Geschenke einfach so anzunehmen, ist nicht des Kohlfeldts letzter Plan. Das Spiel begann  ab sofort wieder bei Null und auch mit der gleichen Dramaturgie: Augsburg  blieb hoch überlegen und Werder schoss das Siegestor.
So wollte FloKo am Ende auch nichts wissen von einem glücklichen Sieg. Wenn er sich damit nicht selbst Kohl  in die trüben Augen reibt.
Dieser Bundesligastart ist irgendwie gelungen und  irgendwie auch nicht. Spielerisch war eigentlich nur die 1.Halbzeit gegen Nürnberg überzeugend. Der Rest der Saison war defintiv Grütze. Wenn die stärkeren Gegner mal so richtig losfeuern, sehe ich persönlich mehr schwarz als grün. Dann könnten aus diesen 8 Punkten für Europa plötzlich 8 Punkte gegen den Abstieg werden. Die Mannschaft muss sich real steigern. Unbedingt.

Wir öffen heute den Laden 15 Uhr. Wie immer seht Ihr alle Spiele und alle Tore live im Horizont.
Verirrt Euch mal rechtzeitig, denn auf einen schönen Spätsommertag zu hoffen, ist irgendwie auch nicht richtig. Vielleicht sogar doppelte Grütze.

Das Blaue Band von Vegesack

Rennen fällt wegen der Wetterprognosen für morgen leider aus!

Morgen wollen unsere beiden Kutterpullteams beweisen, dass sie würdige Vertreter dieser Sportart sind. Vor allem die Männer haben nach den Stadtmeisterschaften noch eine kleine Rechnung offen.  Ab 9 Uhr geht die ganztägige Veranstaltung an den Start. Fans sind recht herzlich willkommen, denn jede Stimme zählt, um insbesondere den Vegesacker Jungs und den Holzwürmern  Paroli bieten zu können.
Ab 14 Uhr ist in jedem Fall auch der Laden offen.
Schließlich muss Werder in Augsburg punkten, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Auch bei Werder geht es um Rehabilitation .
Bei mir persönlich übrigens auch, deshhalb bin ich morgen wieder am Start.
Ich freue mich auf einen wunderschönen Tag.