Ziel verfehlt und trotzdem schön

Werder hat gestern im Spiel gegen die zweite Garnitur von Red Bull Leipzig seine Hausaugaben gemacht. Hoffenheim auch. Nur der Augsburger Puppenkistenclub hat beim 1:8 in Wolfsburg das Arbeiten komplett eingestellt. So spielen die Wölfe in Europa und Werder steht mit leeren Händen da. Ganz nüchtern betrachtet, einmal mehr eine Saison ohne zählbare Ergebnisse. Für Platz 8 und das Pokalhalbfinale können sich weder der Verein noch die Fans etwas kaufen.
Trotzdem haben wir gestern im Horizont das Saisonfinale würdig zelebriert. Vor allem als Pizza nach seiner Einwechslung das Siegtor geschossen hat, kochte die Stimmung elegant über.
Nun bleibt uns nur noch Dankeschön zu sagen und uns in Vorfreude auf die neue Saison die Hände zu reiben.
Die beginnt ohne Max Kruse, mit dem sich der Verein nicht auf einen neuen Vetrag einigen konnte. Warum bleibt mir ein Rätsel, wollte der Max doch nur keine Gehaltseinbusen  hinnehmen und das gleiche verdienen wie Klaasen oder Eggestein. Argumentiert hat man mit dem Alter Kruses. Blödsinn. Ich dachte immer, es geht nach Leistung. Und die hat Kruse wohl durchgehend gebracht. Na ja, nicht mein Thema!
Wir zeigen Euch heute den Saisonabschluss in der 2. Liga. Union oder Paderborn ist hier die Frage. Ab 15 Uhr ist der Laden offen.
Für alle Tippspieler: Vergesst nicht die Relegation zu tippen. Die gehört noch zur Saison

Saisonende in der Bundesliga

Nun habe ich schon ewig nichts mehr geschrieben. Die Seite ist wenig aktuell und die Zeit vergeht wie im Flug. Keine gute Kombination.
Inzwischen hat sich sportlich einiges ereignet. Der HSV darf weiter in der 2.Liga  spielen, Werder ist ganz weit von Platz 7 und Europa entfernt, unsere Eishockey-Cracks gewinnen bei der WM vier Spiele in Folge, Manchester City ist englischer Meister und Pascal Ackermann hat beim Giro schon zwei Etappen gewonnen.
Leise habe ich auch leuten hören, dass es in den nächsten Tagen endlich wärmer werden soll.
Der Mix aus Sonne und Ostwind ist irgendwie wenig sommerlich. Es bleibt aber die Hoffnung auf Besserung.
Am Samstag geht die Bundesliga in die finale Phase. Bayern und der BVB kämpfen noch um den Titel, dahinter reihen sich die Teams für Champions-und Euroleague ein. Ob Werder, ein Sieg gegen Leipzig vorausgesetzt, noch den 7. Platz erreicht, ist eher unwahrscheinlich. Trotzdem fiebern wir gemeinsam dem entscheidenden Spiel entgegen. Manchmal gibt es Wunder …
Heute Abend bin ich ab 18 Uhr am Start. Freue mich auf reges Interesse. Vielleicht gibt es auch TV-Sport mit dem Rad oder den Dartpfeilen.
Samstag öffnen wir 14 Uhr!

Werder gegen Dortmund

Die Nacht in den Mai liegt hinter uns. Im Horizont hat die Bude gebrannt. Dank an Manu, die den unerewarteten Ansturm heldenhaft bekämpft hat.
Heute kämpft Werder Bremen um das Überleben für  Europa. Noch lebt der Traum von einer Teilnahme in der kommenden Saison, verlierte das Team gegen den BVB sind die Träume allerdings ausgeträumt. Umso wichtiger die Unterstützung der Fans. Wir öffenen heute wie gewohnt 15 Uhr und zeigen Euch  in der Konferenz wie die Konkurrenz auftritt. Das Werder-Spiel wird 18.30 Uhr angepfiffen.

Die Krux an der Pfeife

Am Ende ist alles so wie immer. Werder Bremen kann einfach nicht gegen die Münchner gewinnen. Egal wie man es dreht, die Bayern bleiben eben die Bayern. Wenn es darauf ankommt, zumindest im eigenen Lande, packen sie ihr  „Mir seins mir“ aus und räumen brutal alle Hindernisse aus dem Weg. Notfalls auch mit Hilfe der Schiedsrichter. In beiden Spielen beeinflussten unglückliche Entscheidungen maßgeblich den Ausgang der Spiele zu Ungunsten Werders. Die unberechtigte rote Karte gegen Velkovic im Ligaspiel und der sehr umstrittene Elfmeter im Pokal, waren nicht nur Stimmungskiller sondern besiegelten nachhaltig das grün-weiße Schicksal.
Bei dem schweren Restprogramm (Samstag muss Werder in Düsseldorf ran), scheint auch das Saisonziel Europapokal in weite Ferne gerückt zu sein.
Natürlich haben die Bremer eine geile Saison gespielt. Aber was nützt es, nun zwar nur noch knapp gegen den Rivalen aus dem Süden zu verlieren, wenn man Ende des Jahres trotzdem mit leeren Händen dasteht. Auch perspektivisch gesehen, wird es ohne internationale Beteiligung schwer sein, einen Max Kruse in der Stadt zu halten oder andere Ausnahmespieler für den Verein zu begeistern.
Bei einem Sieg gestern wäre alles anders gewesen! Nun beginnt das große Zittern. Die Mannschaft muss nach den Enttäuschungen Charakter zeigen, genauso wie wir Fans es tun müssen. „Steht auf, wenn Ihr Bremer seid!“, möchte man lauthals brüllen, wenn nicht dieser üble Kloß im Hals für  fatale Lähmungserscheinungen sorgen würde.
Glücklicherweise ist der Mensch ein Meister der Verdrängung, so dass am Samstag wieder genug Euphorie in den grün-weißen Adern  der meisten Werder-Fans fließen dürfte.
Heute Abend öffnen wir wieder 18 Uhr. Man sieht sich!

Ein Herz für Werder

Werder kann eine ganz starke Saison mit zwei Spitzenergebnissen gegen die übermächtigen Bayern krönen! Zu verlieren hat die Mannschaft nichts, denn Niederlagen gegen den Erzrivalen (HSV-Fans verzeiht) sind seit Jahren die Regel. Genau aus diesem Stoff werden deshalb auch Helden gemacht. Gewinnt Werder auch nur ein Spiel gegen den Favoriten, steigen die Chancen auf eine Europacupteilnahme immens – und es wird endlich wieder eine Euphorie entfacht, die wir nur noch aus Erzählungen unserer Großeltern kennen, als damals  nämlich König Otto und Kronprinz Thomas  die Stadt in regelmäßigen Abständen zum Mittelpunkt des Fußballuniversums gemacht haben.
Die Chancen stehen gut. Das Wetter lässt vom Sommer träumen, die Bayern wirken nicht besonders souverän und Werder Bremen strotzt vor Selbstbewusstsein.
Wir warten auch im Horizont voller Spannung auf den Anpfiff. Der Laden öffnet 14 Uhr. Bis dahin bleibt geduldig.
Wir haben übrigens auch morgen ab 15 Uhr und am Montag ab 18 Uhr geöffnet. An beiden Tagen gibt es Bundesligaspiele.
Zwischendurch dürft Ihr Euch gern beim Ruderverein, Am Wasser 23, auf die Terrasse hocken. Uschi hat gebacken und der italienische Kaffee dürfte Euch sowieso munden.

Sieg für die großen Ziele

Freiburg war der erwartet unangenehme Gegner. In der 1. Hälfte des Spiels tat sich der SVW auch mächtig schwer, bevor dann endlich der Knoten platzte. Nüchtern betrachtet lief alles nach Plan und Werder agierte im Stile einer Spitzenmannschaft. Kontrolliert den Gegner so lange anrennen lassen bis er müde ist und dann eiskalt selbst zuschlagen. Konzept aufgegangen, wird Kohlfeld nach den 93 gespielten Minuten zufrieden anmerken. Das 2:1 war letztendlich hochverdient und lässt Werder weiter vom Europapokal träumen. Die Grundvoraussetzungen sind allemal gut, weil auch bei einem Ausscheiden im Pokal  – und einem gleichzeitigen Sieg der Leipziger gegen den HSV -,  der 7.Ligaplatz ausreicht, um international dabei zu sein.
Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des wichtigsten Bremers Jiri Pavlenka, der nach einem Zusammenstoß mit Gebreselassi zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Es scheint sich um keine strrukturelle Verletzung zu handeln, berichtet zumindest der Weserkurier in seiner Sonntagsausgabe. Hoffen wir alle das Beste.
Der Horizont öffnet heute um 15 Uhr. Wir zeigen das Spiel der Düsseldorfer gegen die Bayern und verzichten geschmeidig auf das Mittagsspiel zwischen Hertha und und Hoffenheim.
Der Fußballfangott verzeihe!

Berlin, Berlin … wir fahren nach Berlin!

Das war letztendlich doch eine klare Sache. Nicht, weil Werder so stark war. Nein, Schalke spielt im Moment eben Grütze und kriegt die Bälle nicht da hin, wo sie hingehören, wenn man ein Fußballspiel gewinnen will, nämlich ins gegnerische Tor. So reichten den Ruhmreichen  von der Weser ein paar geniale Momente und das Halbfinale im DFB-Pokal war gebucht.
Der Jubel im Horizont war verhalten. Warum? Vielleicht weil jeder mit diesem Erfolg gerechnet hat? Spielerisch überzeugen konnte Werder an diesem  Abend auf Schalke nicht. Auch das könnte ein Grund gewesen sein. Am Ende ist es aber auch egal. Selbst ein schmutziges 1:0 hätte gereicht, um ganz Bremen von größeren Aufgaben träumen zu lassen.
Nun wünschen wir uns endlich den HSV ins Weserstadion. Ehrlich Leute, ein Derby muss es doch pro Saison mindestens geben. Und dann geht es weiter nach Berlin, mit den Tickets für Europa im Handgepäck. Oh, wie wäre da schön, wenn im kommenden Jahr endlich mal wieder ein Club aus Albanien oder dem Kosovo in Bremen seine Aufwartung machen würde.
Wie sagte doch Andy Möller einst: „Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien.“
In diesem Sinne bleibt uns gewogen. Ab 18 Uhr ist die Bude wieder offen.

Pokalwoche

Heute geht es los. Der HSV muss in Paderborn ran (18.30 Uhr) und Leipzig spielt in Augsburg (20.45 Uhr). Morgen startet Bayern gegen Heidenheim, bevor Werder auf Schalke die nächste Sensation schaffen muss. Wieder ein Auswärtsspiel, so haben wir Fans bei der Auslosung gestöhnt. Nun ist es fast egal, denn Werder spielt so gut wie noch nie und Schalke ist auch unter Neutrainer Stevens ein ablsoluter Trümmerhaufen. Weil der Pokal aber bekanntlich seine eigenen Gesetze hat und im Fußball nicht immer der Bessere gewinnt, bleib der Ausgang der Veranstaltung bis morgen gegen Mitternacht extrem ungewiss .
Das Pokalviertelfinale elektrisiert ganz Bremen. In der Liga auf Platz 6 und nun die nächste Chance auf großen europäischen Sport! Werder im Halbfinale des Pokals  – und dann den HSV. Oh, wie wäre das schön.
Wir übertragen alle Spiele live und freuen uns auf den morgigen Höhepunkt!
„Auf geht`s Werder, schieß ein Tor, schieß ein Tor für uns!“

Auf Kurs

Werder ist in der Spur. Nach dem holprigen Rückrundenstart reihen sich inzwischen die Siege nahtlos aneinander. Dank gilt vor allem einem ganz starken Max Kruse, der zur richtigen Zeit in Bombenform  ist. An jeder Bude, die die Mannschaft macht, ist er  direkt oder indirekt beteiligt.
Gestern hat der Mann Mainz 05 fast im Alleingang abgeschossen. Dieser 3:1-Erfolg löste Jubelstürme im Horizont aus. Die Fans feierten diesen Sieg wie eine Meisterschaft. Europapokalgesänge wurde angestimmt und Rückenwind für die Pokalpartie gegen S04 sollte es damit sowieso geben.
Heute öffnen wir den Laden wieder um 15 Uhr. Interessant dürfte sein, wie sich Schalke mit dem neuen Alttrainer Stevens im Spiel gegen Hannover aus der Affäre zieht.

Vom Mont Ventoux zehren

Der Mensch braucht Erfolgserlebnisse, um im täglichen Überlebenskampf bestehen zu können. Es ist nun einmal so, dass wir in einer komplizierten Welt leben, in der es nicht mehr nur darum geht, sich auf die Jagd nach Nahrung und einem warmen Schlafplatz für die Nacht  begeben zu müssen. Leider ist die gesamte Lebenslage  zumeist sehr unübersichtlich.
Jeder Mensch, der sich in diesem Konstrukt behauptet, ist für mich ein kleiner Held. Ich rede dabei von „normalen“ Menschen, die täglich zur Arbeit gehen und am Abend versuchen, soziale Kontakte zu pflegen. (Ich rede hier nicht von Menschen, denen die Sonne aus irgendeinem gottgegebenem Grund, permanent aus dem Allerwertesten scheint.)
Um den Mut im Leben nicht zu verlieren, ist es für uns alle extrem wichtig, sich kleine Inseln der Freude zu schaffen, und zu versuchen, lange von dem Erlebten zu profitieren.
Leere Energiespeicher aufzufüllen ist ein Privilieg, das nicht nur Handys zugestanden werden darf. Wir müssen uns vor allem um uns selbst kümmern.
Selbstlosigkeit ist gewiss eine schöne Tugend, die von Außenstehenden oft bewundert und noch mehr belächelt wird, verbraucht am Ende aber nur unsere eigenen Reserven.
In den letzten Tagen habe ich sehr ausführlich bei Facebook über meine Raderlebnisse in Südfrankreich berichtet. Dabei ist Euch bestimmt aufgefallen, dass mich insbesondere die Auffahrt mit dem Rennrad von Bedoin auf den Momt Ventoux, den legendären Berg mitten in der Provence, beschäftigt hat. Seitdem ich Rennrad fahre, hatte ich schon immer zum Ziel, eines Tages diesen Giganten der Tour de France zu befahren. Nun habe ich es getan (nicht abgetan).
Ich trage jetzt den Mont Ventoux in meinem Herzen und schöpfe weiter Energie aus diesem  unglaublichen Ereignis.
In den nächsten Tagen werde ich Euch bestimmt verschiedene Versionen meines persönlichen Aufstieges vortragen- und Ihr werdet, was bleibt Euch anderes übrig, geduldig zuhören müssen. Vielleicht springt ein kleiner Funke meiner Euphorie auf Euch über und Ihr überlegt insgeheim, was Ihr selbst als Nächtes tun könntet.
Wenn das passiert, würde  mich das ganz besonders freuen.

Heute freue ich mich auf einen sonnigen Bundesliganachmittag mit Werder Bremen gegen
Mainz 05. Adrenalingeschwängert wie ich noch immer bin, tippe ich kühn ein 5:1 für Werder.
Ich bin 14 Uhr vor Ort und versorge Euch für den Rest des Tages mit kühlen Getränken und der einen oder anderen Episode.