Werder gegen Gladbach

In der letzten Woche ist im Zusammenhang mit Werder Bremen hin und wieder das Wort Krise gefallen. Auch von einer wirklichen Bestandsaufnahme bis Weihnachten oder gar den Stunden der Wahrheit wurde gesprochen. Florian Kohlfeld muss nun mit seiner Mannschaft beweisen, dass der gute Bundesligaauftakt keine  nur vorübergehende Erscheinung war.
Genau das hatten wir in der Vergangenheit schon mit den Herren Skripnik und Nouri. Beide legten los wie die Feuerewehr, bevor sämtliche Strategien disaströs im Nebel des Grauen verschwanden. Nun gönnt man dem symphatischen Florian – und auch ein klein wenig uns selbst  -, dass er die Kurve kriegt, die er schon in voller Schräglage angesteuert hat.
Heute um 15.30 Uhr beginnt deshalb einmal mehr so etwas wie die Stunde der Wahrheit. Die Patrioten von der Weser müssen die Fohlen reiten und nicht umgedreht, um mal wieder im Bilde zu bleiben.
Danach zeigen wir Euch die Spitzenpartie zwischen dem BVB und den Bayern. Eine brisante Ausgangansposition für beide Teams:  Die Bayern müssen, der BVB sollte …
Wir öffnen um 14 Uhr den Laden. Es gibt keine Platzreservierungen.

Todd Day Wait heute im Horizont

20 Uhr wird der Mann aus New Orleans seine Countrysession starten. Wir öffnen den Laden um 18 Uhr. Um sich die besten Plätze zu sichern, sollte man diese Information nutzen!
Mit Sicherheit wird der Laden heute voll, den schon beim 1. Auftritt des Amerikaners bebte das Bühnenparkett. Todd Day Wait überzeugt mit seiner Art Musik zu machen und sie an sein dankbares Publikum weiterzugeben. Babei muss man nicht unbedingt Fan dieses Country-Western-Stils sein, um sich von der guten Laune des Künstlers anstecken zu lassen. Wie im normalen Leben gehört vor allem eine gewisse Portion Toleranz und Offenheit (sich auf eine Sache einzulassen) dazu, um einen schönen Abend mit guten Freunden oder auch allein verbringen zu können.
In diesen wirren Zeiten könnte unsere Gesellschaft genau diese  Art von Toleranz gebrauchen.
„Come on, Todd! Wir freuen uns auf Dich!“

Weg vom Fenster

Die Niederlage Werders in Mainz hat echt weh getan. Der sehr schwache Auftritt lässt Zweifel aufkommen, ob das Ziel 2019 international Fußball spielen zu dürfen,  erreicht werden kann. Was in den Spielen zu Beginn der Saison noch geklappt hat, nämlich nach schwachen Auftritten Punkte zu holen, funktionierte gestern nicht einmal im Ansatz. Nur ganz kurz entzündete sich die Flamme der Hoffnung bei den Fans, nachdem Pizarro den Anschluss hergestellt hatte.
Werder konnte allerdings nicht nachlegen. Die Mannschaft wirkte Ideen- und kraftlos. Die Mainzer kontrollierten das Spiel und siegte ohne großen Aufwand souverän gegen den Angstgegner der letzten Jahre. Das Thema hat sich jetzt erledigt!
Dass Werder in der nächsten Pokalrunde zum BVB reisen muss, trug auch nicht gerade zur Aufheiterung der enttäuschten Fans bei, die ratlos in ihre halbgefüllten Gläser starrten.
Wohin der Herr Kohlfeld die nächsten Tage starrt, wissen wir natürlich nicht. Hoffen wir mal, dass er nicht durch Rühren im Wasserglas nach sphärischen Lösungen für die Arbeitsverweigerung seiner Mitarbeiter sucht. Spielt Werder so weiter, dürften die bisher eingefahrenen 17 Punkte am Ende der Saison vielleicht die Basis dafür gebildet haben, dass Werder knappp vor den Abstiegsplätzen ins Ziel einläuft.
Heute zeigen wir Euch den 2.Liga-Knüller Köln vs. HSV, morgen und übermorgen sind wir bei der Champions League dabei, bevor am Donnerstag Todd Day Wait unser Gemüt mit super Musik erheitert.
Genießt die Woche!

Werder spielt in Mainz

Reiste Werder  in der Vergangenheit aus Richtung Mainz  nach Bremen zurück, war immer etwas Zählbares im Gepäck.  Ob das heute Abend als gutes Omen ausreicht und die Mainzer so etwas wie der Lieblingsgegner Werders bleiben dürfen, wird sich allerdings erst noch zeigen (Anpfiff des Spiels 18 Uhr).
Die Bundesliga ist in diesem Jahr so unberrechenbar wie selten zuvor. Nehmen wir nur den gestrigen Spieltag: Leverkusen verliert nach zwei Hammerspielen sang- und klanglos gegen Hoffenheim, die Bayern losen zuhause gegen Freiburg, Hertha lässt sich im heimischen Stadion von RB abschießen, genauso wie die Stuttgarter  – nur die eben gegen Frankfurt. Auch ein Blick auf die Tabelle zeigt so manche unerwartete Überraschung. Wir als Fans wollen uns  nicht beklagen. Endlich ist mal Feuer im System. Und so lange der SVW ganz oben mitspielt, bleibt unsere kleine Fußballhorizontwelt in allerbester Ordnung.
Was nicht in Ordnung ist, betrifft die Teilnahme an unseren früher ach so legendären Clubpartys. Da scheint ein „Umdenken“ stattgefunden zu haben. Auch gestern war der Laden nur sehr mäßig besucht. Ich werde deshalb diese Art von Veranstaltungen zukünftig noch mehr einschränken. Was der Markt nicht will, soll er auch nicht haben. Offensichtlich ist unser Standort nicht mehr gefragt. Also tschüss und ade!
Wir öffnen heute um 15 Uhr und freuen uns auf eine tolle Werder-Vorstellung!
Bis denne und gleich. ..

Baden gegangen

Als einige Zuschauer schon bezahlt hatten (wollten wohl Zuhause den Bremer Tatort gucken), rasselte es mächtig im Karton. Pizarro schoss sein erstes Saisontor und Osako den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 2:3. Es keimte so etwas wie Hoffnung unter den bis dahin verzweifelten Fans auf.
Wie Schulbuben ließen sich unsere Jungs in Halbzeit 1 vorführen. Die katastrophale Abwehrschwäche auf das Fehlen von Moisander zu beschränken, ist mit Sicherheit zu kurz gedacht. Wieso der Flori K. in dieser Phase des Spiels nicht reagiert hat, als er weiter munter und sinnlos drauf los spielen ließ, bleibt uns allen ein Rätsel.
Doch als dann die Tore wie aus dem Nichts  fielen, schien ein weiteres Wunder von der Weser möglich. Zumindest glaubten das diejenigen, die schon bezahlt hatten und orderten neue Getränke, um diese, nur kurze Zeit später, auch gleich wieder zu bezahlen. Der Wind hatte sich urplötzlich gedreht und das selbst gezündete Strohfeuer blies den Bremern  kräftig ins eigene Gesicht. Am Ende gab es eine mächtige Watsche und die Botschaft: Werder Bremen ist definitiv noch keine Spitzenmannschaft!
Wir öffnen heute wieder 18 Uhr, spielen Skat (neue Mitspieler herzlich willkommen) und gucken ein bisschen englische (Tottenham – ManCity, 21 Uhr) und 2.Bundesliga. Ran an die Burg!

Werder Bremen vs. Bayer 04 Leverkusen

Heute kann Werder Schicksal spielen. Siegt die Mannschaft gegen die Werkself aus dem Pott, dürfte es um Trainer Heiko Herrlich geschehen sein. Eigentlich hätte man vor der Saison annehmen müssen, dass Bayer dort steht wo jetzt Werder steht. Doch Pustekuchen. Die Grünweißen spielen erfolgreich und melden Woche für Woche eindrucksvoll  ihre neuen Ambitionen an. Und Bayer ist eigentlich einer der Lieblingsgegner der Bremer. Also stehen die Vorzeichen für das heutige Aufeinandertreffen gut. Steilvorlagen, um sich in der Tabelle weiter zu verbessern, gab es in den letzten beiden Tagen genug. Gladbach hat verloren, der BVB und Hertha haben Unentschieden gespielt. Gewinnt Werder rückt  die Spitze noch dichter zusammen. Wir freuen uns auf eine spannende Begegnung.
Der Laden öffnet 15 Uhr. Auf das 13.30 – Spiel der Frankfurter verzichten wir geschmeidig. Jeden Trend mitzumachen, übersteigt im Moment die personaltechnischen Kräfte (siehe auch letzten Blog).

DJ Holzklasse am Samstag live im Horizont

„Holzklasse“ Dijähs gibt es nur ganz wenige. Bei uns spielt regelmäßig einer auf. Am 3.11. ist es wieder soweit.
Ihr müsst ran, wohl oder übel!
An diesem wunderbaren Samstag im November rocken wir den Laden bis tief in die Nacht. Leute, an diesem Tag gelten nur ganz wenig Ausreden, weil nämlich der Samstag kein Freitag sein kann. Bei der Musikauswahl kennt Andre keine Gnade. Genießt diese Nacht der langen Messer. Wir freuen uns auf Euch. Unser Special: Havana Cola: 4 Mäuse. Alle großen Biere 3,50 €.

Und so wie gehabt: Silvester im Horizont! Anmeldung  bis 10.12.18 erforderlich.
Das „Durchfuttern“ am Buffet kostet 15 €, ist aber keine Teilnahmebedingung. Mehr Informationen gibt es bei Facebook oder heute Abend von mir direkt vor Ort.
Ab 18 Uhr geöffnet. Es gibt auch jede Menge Fußball zu sehen.

In eigener Sache: Wir suchen für unser Team neue Leute! Wer sich also berufen fühlt, ein temporäres  Mitglied der Horizont-Familie zu werden oder gar jemanden kennt, den ihr für fähig haltet, den geilen Job hinterm Tresen zu machen, meldet Euch unter info@horizont-bremen.de oder 01776081738.

In Gedenken

Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Überhaupt Worte zu finden. 
Der geile Sieg Werders gestern auf Schalke tritt genauso in den Hintergrund wie viele andere Dinge in diesem Leben es tun, wenn man die Nachricht vom Tod einer jungen Frau erhält, die jahrelang für gute Laune im Laden gesorgt und jetzt den schweren Kampf gegen ihre tückische Krankheit verloren hat.  
„Ruhe in Frieden, Mirja (Hansedeern). Wir werden dich nie vergessen und für dich auf ewig einen Platz am Tresen des Horizont frei halten.
Eigentlich wolltest du uns nächstes Jahr zu „Rad am Ring“ begleiten, um uns mit Suppe, Kaffee und Motivation zu versorgen.

Nun werden wir dich nur im Herzen um den Kurs tragen können. Die letzte entscheidende Runde geht an Dich, Mirja. Da werden wir treten was das Zeug hält, weil wir wissen, dass du zuschaust und uns vehement von Deinem Logenplatz aus anfeuerst. Egal wo du jetzt bist, lass es dir bis dahin gut gehen.
Dein Leid hat endlich eine Ende, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass du es noch ein ganzes Weilchen mit uns auf diesem Planeten ausgehalten hättest. Es stellt sich die Frage: Hätten wir mehr für Dich tun können? 

Keine leichte Frage, die leider erst jetzt auftaucht, nachdem das Schicksal sich unabänderlich gewendet hat. Wir alle leben ein bescheidenes Leben in einer bescheidenen Welt, und sind so mit uns selbst beschäftigt, dass es nur selten gelingt, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Dafür können wir uns nur bei Dir entschuldigen, Mirja.
Es ist uns nicht gegeben, diese Größe zu besitzen, die es gebraucht hätte, um dir zu Lebzeiten ab und an mehr Empathie entgegen zu bringen. Es war offensichtlich zu schwer, dich leiden zu sehen und dann auch noch an deiner Seite zu sein. Zu sehr hat uns das an den eigenen Verfall erinnert. Vielleicht müssen deshalb die Sorgen anderer Menschen „draußen“ bleiben.
Jetzt sitzen wir hier mit unserer Trauer, einer Trauer die weh tut und die uns schmerzhaft zeigt, wie unvollkommen wir eigentlich sind.
Vielleicht akzeptierst du diese Erklärung und lächelst milde, weil du inzwischen schon längst andere Hemisphären dieses wundersamen Universums durchstreifst.

Eins ist sicher, irgendwann werden wir wieder miteinander vereint sein. Und dann heben wir unser Glas und pullen völlig befreit zusammen hinaus in die unendliche Freiheit.“

 

Einer muss den Job ja machen!

Die Frage stellt sich: Wer bitteschön soll es machen, nach dieser irren Niederlage am letzten Samstag gegen die Tulpen aus Amsterdam und Umzu. Im Vergleich zu diesem Spielergebnis scheint die Wahlniederlage der CSU in Bayern ein Witz zu sein.
Die Holländer müssen sich jedenfalls genauso fühlen wie die Afdeler oder die Kiffergrünen nach der Auszählung der Stimmen gestern Abend.
(Den Ausdruck mit den Kiffern habe ich übrigens aus einem Leserkommentar bei Spiegel-Online zu den Wahlergebnissene  in Bayern übernommen . Da schrieb einer: „Alle die Grün gewählt haben, sollten Bayern sofort in die angrenzenden Kifferbundesländer verlassen!“)
Nun, den Jogi scheint das Glück jedenfalls verlassen zu haben.  Er sollte den Chefsessel auch verlassen. Umgehend. Sein Neuanfang mit den alten saftlosen Kempen aus „Brasilien 2014“ war vielleicht doch kein richtiger Neuanfang. Ein Umbruch schonmal sowieso nicht. Bitte Jogi, sieh es doch endlich ein.
Immer wieder wird über die fehlenden Alternativen gesprochen. Dabei sitzen die doch zuhauf in öffentlichen TV-Fachausschüssen und nerven in Halbzeitpausen mit sinnlosen Analysen und Besserwisserei. Nehmen wir den Loddar … Okay, den nicht.  Oder den Sammer. Der ist doch ein ernstzunehmender Kandidat. Immerhin hat der nach seiner Zeit beim BVB sämtliche Stationen durchlaufen, die ihn nun zum Chef regelrecht qualifizieren.  Oder was ist mit Didi H., der würde immerhin sofort Kruse und Eggestein nominieren.
Wenn alle Stricke reißen, geht immer noch der Lattek, der Hitzfeldt oder Franzl, seines Zeichens gestürzter Kaiser. Selbst Neururer hat schon jemand ins Spiel gebracht. Oder was ist mit unserer Koksnase? Angeblich hat doch jeder eine 2.Chance verdient. Haaranalyse und los geht`s!
In diesen Zeit, wo alle über Roboter und sowas reden, geht doch im Prinzip auch eine Maschine?
Nationalcoach – 1.Generation (NC1G). Analysen und Aufstellung kriegt das Ding ganz schnell hin, kramt aus den Datenbanken Laufwege, Scorerpunkte, Zweikampfverhaltensiege, Passquote usw.
Was soll denn da schief gehen, wenn der  NC1G die wirklich besten Spieler zu einer Formation formiert. Schlimmer als 0:3? Geht ja fast nicht. Und wenn es nicht haut, kommt eben NC2G!
Also, ihr Verantwortlichen: Macht was draus. Schlimm genug, dass das Fußvolk die Lösungen liefern muss.
Wir öffnen heute 18 Uhr. Ich bin mal wieder da. Prost.

Geburtstagsgeschenk für den Trainer

Es liegt in der Natur der Sache, dass ich zum siegreichen Spiel des SVW einmal mehr gar nichts  kommentieren kann. Wir hatten in unserem Dreierteam, das, wie ich stolz behaupten darf, top gearbeitet hat, vollauf damit zu tun, die wunderbare Stimmung im Horizont maßvoll (massenvoll) mit alkoholischen Getränken zu bestücken. Okay, am Ende des Abends waren einige der Jungs volltrunken im Freudentaumel der Glückseligkeit unterwegs und werden sich heute Mittag die Frage stellen: Was war da eigentlich los gestern Abend?  Hat Werder eigentlich gewonnen?Zu diesem Zeitpunkt bin ich dann, der das Match nicht verfolgen konnte, widerum im Vorteil, weil ich bereits im Weserkurier nachgelesen habe, dass die Abwehr um Pavlenka und Langenkamp die Säulen im Werder-Spiel waren, sich Kruse sehr schwer getan hat, Pizarro frenetisch gefeiert wurde  bei seiner Einwechslung (eigentlich wie immer) und der ältere Eggestein die Kugel kurz vor Schluss zur Entscheidung im Wolfsburger Kasten, der eigentlich dem Verein gehört,  versenkt hat. Bruchstückhaft erinnere ich mich an den Unmut der Gästehorizontfans, die lautstark gegen mehrere unterirdische Schiedsrichterentscheidungen protestiert haben.
Zusammenfassendes Fazit: Die Bude war rammeldicke voll, die rote Anruferliste auf meinem Telefon auch, das Eurosportplayer-Bild war top stabil und Werder ist  am Ende des Freitagabend Tabellenzweiter!
Apropos Anrufe: Ich bin echt nicht in der Lage und inzwischen auch nicht mehr gewillt, die Fragen zu beantworten, die sich damit befassen, ob wir das Spiel übertragen oder nicht.
Leute macht Euch die Mühe und lest den Text, bevor  Ihr im Impressum die Telefonnummer herauskramt und mich schon während der Mittagspause mit Anrufen bombardiert.
Grundsätzlich zeigen wir alle Bundesligaspiele und die von Werder Bremen sowieso. Egal wie übertragen wird (Sky, Euro oder DAZN)! Heute öffnen wir 15 Uhr. Warum wohl?