Ein Herz für Werder

Werder kann eine ganz starke Saison mit zwei Spitzenergebnissen gegen die übermächtigen Bayern krönen! Zu verlieren hat die Mannschaft nichts, denn Niederlagen gegen den Erzrivalen (HSV-Fans verzeiht) sind seit Jahren die Regel. Genau aus diesem Stoff werden deshalb auch Helden gemacht. Gewinnt Werder auch nur ein Spiel gegen den Favoriten, steigen die Chancen auf eine Europacupteilnahme immens – und es wird endlich wieder eine Euphorie entfacht, die wir nur noch aus Erzählungen unserer Großeltern kennen, als damals  nämlich König Otto und Kronprinz Thomas  die Stadt in regelmäßigen Abständen zum Mittelpunkt des Fußballuniversums gemacht haben.
Die Chancen stehen gut. Das Wetter lässt vom Sommer träumen, die Bayern wirken nicht besonders souverän und Werder Bremen strotzt vor Selbstbewusstsein.
Wir warten auch im Horizont voller Spannung auf den Anpfiff. Der Laden öffnet 14 Uhr. Bis dahin bleibt geduldig.
Wir haben übrigens auch morgen ab 15 Uhr und am Montag ab 18 Uhr geöffnet. An beiden Tagen gibt es Bundesligaspiele.
Zwischendurch dürft Ihr Euch gern beim Ruderverein, Am Wasser 23, auf die Terrasse hocken. Uschi hat gebacken und der italienische Kaffee dürfte Euch sowieso munden.

Sieg für die großen Ziele

Freiburg war der erwartet unangenehme Gegner. In der 1. Hälfte des Spiels tat sich der SVW auch mächtig schwer, bevor dann endlich der Knoten platzte. Nüchtern betrachtet lief alles nach Plan und Werder agierte im Stile einer Spitzenmannschaft. Kontrolliert den Gegner so lange anrennen lassen bis er müde ist und dann eiskalt selbst zuschlagen. Konzept aufgegangen, wird Kohlfeld nach den 93 gespielten Minuten zufrieden anmerken. Das 2:1 war letztendlich hochverdient und lässt Werder weiter vom Europapokal träumen. Die Grundvoraussetzungen sind allemal gut, weil auch bei einem Ausscheiden im Pokal  – und einem gleichzeitigen Sieg der Leipziger gegen den HSV -,  der 7.Ligaplatz ausreicht, um international dabei zu sein.
Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des wichtigsten Bremers Jiri Pavlenka, der nach einem Zusammenstoß mit Gebreselassi zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Es scheint sich um keine strrukturelle Verletzung zu handeln, berichtet zumindest der Weserkurier in seiner Sonntagsausgabe. Hoffen wir alle das Beste.
Der Horizont öffnet heute um 15 Uhr. Wir zeigen das Spiel der Düsseldorfer gegen die Bayern und verzichten geschmeidig auf das Mittagsspiel zwischen Hertha und und Hoffenheim.
Der Fußballfangott verzeihe!

Berlin, Berlin … wir fahren nach Berlin!

Das war letztendlich doch eine klare Sache. Nicht, weil Werder so stark war. Nein, Schalke spielt im Moment eben Grütze und kriegt die Bälle nicht da hin, wo sie hingehören, wenn man ein Fußballspiel gewinnen will, nämlich ins gegnerische Tor. So reichten den Ruhmreichen  von der Weser ein paar geniale Momente und das Halbfinale im DFB-Pokal war gebucht.
Der Jubel im Horizont war verhalten. Warum? Vielleicht weil jeder mit diesem Erfolg gerechnet hat? Spielerisch überzeugen konnte Werder an diesem  Abend auf Schalke nicht. Auch das könnte ein Grund gewesen sein. Am Ende ist es aber auch egal. Selbst ein schmutziges 1:0 hätte gereicht, um ganz Bremen von größeren Aufgaben träumen zu lassen.
Nun wünschen wir uns endlich den HSV ins Weserstadion. Ehrlich Leute, ein Derby muss es doch pro Saison mindestens geben. Und dann geht es weiter nach Berlin, mit den Tickets für Europa im Handgepäck. Oh, wie wäre da schön, wenn im kommenden Jahr endlich mal wieder ein Club aus Albanien oder dem Kosovo in Bremen seine Aufwartung machen würde.
Wie sagte doch Andy Möller einst: „Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien.“
In diesem Sinne bleibt uns gewogen. Ab 18 Uhr ist die Bude wieder offen.

Pokalwoche

Heute geht es los. Der HSV muss in Paderborn ran (18.30 Uhr) und Leipzig spielt in Augsburg (20.45 Uhr). Morgen startet Bayern gegen Heidenheim, bevor Werder auf Schalke die nächste Sensation schaffen muss. Wieder ein Auswärtsspiel, so haben wir Fans bei der Auslosung gestöhnt. Nun ist es fast egal, denn Werder spielt so gut wie noch nie und Schalke ist auch unter Neutrainer Stevens ein ablsoluter Trümmerhaufen. Weil der Pokal aber bekanntlich seine eigenen Gesetze hat und im Fußball nicht immer der Bessere gewinnt, bleib der Ausgang der Veranstaltung bis morgen gegen Mitternacht extrem ungewiss .
Das Pokalviertelfinale elektrisiert ganz Bremen. In der Liga auf Platz 6 und nun die nächste Chance auf großen europäischen Sport! Werder im Halbfinale des Pokals  – und dann den HSV. Oh, wie wäre das schön.
Wir übertragen alle Spiele live und freuen uns auf den morgigen Höhepunkt!
„Auf geht`s Werder, schieß ein Tor, schieß ein Tor für uns!“

Auf Kurs

Werder ist in der Spur. Nach dem holprigen Rückrundenstart reihen sich inzwischen die Siege nahtlos aneinander. Dank gilt vor allem einem ganz starken Max Kruse, der zur richtigen Zeit in Bombenform  ist. An jeder Bude, die die Mannschaft macht, ist er  direkt oder indirekt beteiligt.
Gestern hat der Mann Mainz 05 fast im Alleingang abgeschossen. Dieser 3:1-Erfolg löste Jubelstürme im Horizont aus. Die Fans feierten diesen Sieg wie eine Meisterschaft. Europapokalgesänge wurde angestimmt und Rückenwind für die Pokalpartie gegen S04 sollte es damit sowieso geben.
Heute öffnen wir den Laden wieder um 15 Uhr. Interessant dürfte sein, wie sich Schalke mit dem neuen Alttrainer Stevens im Spiel gegen Hannover aus der Affäre zieht.

Vom Mont Ventoux zehren

Der Mensch braucht Erfolgserlebnisse, um im täglichen Überlebenskampf bestehen zu können. Es ist nun einmal so, dass wir in einer komplizierten Welt leben, in der es nicht mehr nur darum geht, sich auf die Jagd nach Nahrung und einem warmen Schlafplatz für die Nacht  begeben zu müssen. Leider ist die gesamte Lebenslage  zumeist sehr unübersichtlich.
Jeder Mensch, der sich in diesem Konstrukt behauptet, ist für mich ein kleiner Held. Ich rede dabei von „normalen“ Menschen, die täglich zur Arbeit gehen und am Abend versuchen, soziale Kontakte zu pflegen. (Ich rede hier nicht von Menschen, denen die Sonne aus irgendeinem gottgegebenem Grund, permanent aus dem Allerwertesten scheint.)
Um den Mut im Leben nicht zu verlieren, ist es für uns alle extrem wichtig, sich kleine Inseln der Freude zu schaffen, und zu versuchen, lange von dem Erlebten zu profitieren.
Leere Energiespeicher aufzufüllen ist ein Privilieg, das nicht nur Handys zugestanden werden darf. Wir müssen uns vor allem um uns selbst kümmern.
Selbstlosigkeit ist gewiss eine schöne Tugend, die von Außenstehenden oft bewundert und noch mehr belächelt wird, verbraucht am Ende aber nur unsere eigenen Reserven.
In den letzten Tagen habe ich sehr ausführlich bei Facebook über meine Raderlebnisse in Südfrankreich berichtet. Dabei ist Euch bestimmt aufgefallen, dass mich insbesondere die Auffahrt mit dem Rennrad von Bedoin auf den Momt Ventoux, den legendären Berg mitten in der Provence, beschäftigt hat. Seitdem ich Rennrad fahre, hatte ich schon immer zum Ziel, eines Tages diesen Giganten der Tour de France zu befahren. Nun habe ich es getan (nicht abgetan).
Ich trage jetzt den Mont Ventoux in meinem Herzen und schöpfe weiter Energie aus diesem  unglaublichen Ereignis.
In den nächsten Tagen werde ich Euch bestimmt verschiedene Versionen meines persönlichen Aufstieges vortragen- und Ihr werdet, was bleibt Euch anderes übrig, geduldig zuhören müssen. Vielleicht springt ein kleiner Funke meiner Euphorie auf Euch über und Ihr überlegt insgeheim, was Ihr selbst als Nächtes tun könntet.
Wenn das passiert, würde  mich das ganz besonders freuen.

Heute freue ich mich auf einen sonnigen Bundesliganachmittag mit Werder Bremen gegen
Mainz 05. Adrenalingeschwängert wie ich noch immer bin, tippe ich kühn ein 5:1 für Werder.
Ich bin 14 Uhr vor Ort und versorge Euch für den Rest des Tages mit kühlen Getränken und der einen oder anderen Episode.

Unkonventionelle Gedanken zur Nationalmannschaft

Jetzt wo Werder so richtig in Schwung ist,  rührt der der  inzwischen ungeliebte Jogi seine Grütze an. In einem Länderspiel am Mittwoch gegen Serbien testet er junges Gemüse auf „Äemtauglichkeit“, um sich dann am Sonntag von der Gemüsenation Nummer 1, den Holländern, zeigen zu lassen, wie wässrige Tomaten wirklich aussehen müssen.
Mir tut  der junge Eggestein richtig leid, weil er nun der nächste ist, der dem wenig emphatischen und doch so machtgeilen Bundestrainer in den Allerwertesten kriechen muss, wenn er irgendwann mal mit dem Adler auf der Brust in einer deutschen A-Startelf stehen will.
Ich gehe davon aus, dass die jungen Wilden vorerst Freundschaftbänder für den Boss knüpfen müssen, bevor sie zum Mannschaftstraining zugelassen werden.
Ihr Haltbarkeitsdatum läuft aber spätestens dann ab, wenn sie eine eigene Meinung haben und somit faktisch erwachsen sind. Die Karriere einer Eintagsfliege, die nur verlängert werden kann, wenn man  lange genug seine Fresse hält. Klingt alles ein bisschen nach Kindesmissbrauch, ist es aber natürlich nicht. Nein, um Gottes Willen! Das Regime Löw besitzt offensichtlich eine ganz eigene Dynamik.
Ich persönlich komme aus dem Kopfschütteln kaum noch heraus. Mir tut schon alles weh und als Fußballfan fühle ich mich verraten und gedemütigt. Dummerweise erkennt meine Krankenkasse das nicht als Berufskrankheit an, so dass ich meine Rübe (da sind wir wieder beim Gemüse) bis zum Abfallen weiter maltretieren muss. Ich sage nur, statt Blumen eine kleine Spende auf das Konto DE 23 ….  Also dann, wenn es so weit ist!
Der Mann, ich meine jetzt den Jogi, soll zurück treten und das ganz schnell. Es ist schlimm, dass  niemand der Verantwortlichen einschreitet. Früher waren Länderspiele Straßenfeger. Wir waren stolz auf unser Team. Heute interessieren uns  gerade noch die Ergebnisse, die man  auch morgens in der Zeitung lesen kann. Das kann doch nicht sein, oder?
Schlimm genug, dass  sich nun auch noch VW als Hauptsponsor andient und der ganze Tross in dieselverpesteten Lupos vorfahren muss.
Es ist doch echt verrückt, dass der internationale Fußball inzwischen zu einem unkontrollierten Millardengeschäft mutiert ist, während in Deutschland Kleingeister das Sagen haben und auf dem besten Wege sind, den Fußball zur Randsportart zu degradieren.
Ich weiß, das sind harte Worte. Worte, die nicht unbedingt gesagt werden müssen. Jetzt sind sie aber raus und ich diskutiere gern heute Abend ab 18 Uhr mit Euch darüber.
Die Länderspiele zeigen wir Euch trotzdem (Ich hoffe, nicht zur Abschreckung.)
Mittwoch und Sonntag ist jeweils 20.45 Uhr Anstoß!

Aktualisierung

Gestern wurde ich gerügt, dass die Internetseite des Horizont nicht aktuell wäre. „Da schreibst du von schwacher 1.Halbzeit … „, meinte der nette Herr M. Sofort habe ich verzweifelt überlegt, wieviel schwache Halbzeiten ich in den letzten Wochen, nicht nur von Werder, eigentlich gesehen habe.
Es waren viele kann ich Euch sagen. Zuletzt die der Bayern gegen die Reds, davor gar zwei von S04 bei den Citiezens und, naja, dann auch noch den doppelten Auftritt des miesen Eurosportplayers plus offener Anfeindungen einiger Gäste.
Da liegen schon mal die Nerven blank, Leute. Und dass, wo ich mich doch auf dem besten Wege einer langen Reise zu meiner inneren Mitte wähnte. So urplötzlich abgedrängt von der Straße des Lebens, schien mir, als befände ich mich in einem ICE  der Deutschen Bundesbahn. Der habe ich ja bekanntlich abgeschworen, nachdem ich mehrmals außerplanmäßig hart auf den Bahnsteigen deutscher und schweizerischer Bahnhöfe gelandet bin.  Weiterlesen

Wieder Grütze gespielt

Zumindest in der 1. Halbzeit war Werder nicht vorhanden. Da fragt man sich als Zuschauer schon, mit welchem Auftrag knapp 20 Sportler in einen dieselbetriebenen Bus steigen, um an einem verregneten Sonntagabend in kurzen Hosen über eine grüne Wiese  zu rennen und gegen einen klitschigen Plastikball zu treten. Bestimmt wäre es besser gewesen, auch schon allein wegen der Erkältungsgefahr, sich es Zuhause auf dem Sofa bequem zu machen, um bei einer Tasse Tee die 234329. Folge der Lindenstraße zu klotzen.
Aber nein,das wäre ja zu langweilig gewesen;  die Jungs müssen unvernünftig sein und draußen in der Gegend  „Jugend forscht“ spielen. Mutti darf dann abends auch noch die schmutzige Wäsche waschen. Bravo! Wenn der Flori wenigstens Bescheid gesagt hätte, dass es nicht reicht, sich lachend den Ball immer hin und her zu schieben, sondern ihn auch mal in Richtung des viereckigen Gebildes  am Ende der Wiese zu dreschen, hätte das Ganze eventuell noch einen Sinn gemacht.
Im Horizont haben wir uns nur gewundert, was so  alles als Leistungssport bezeichnnet und dann auch noch im verschlüsselten TV  übertragen wird.
Okay, wäre die ARD der BL- Rechteinhaber, hätten die Verantwortlichen  dort  wenigstens ganz klar feststellen dürfen: Die  Mannschaft Werders kann niemals in den Dopingskandal um den Erfurter Arzt verwickelt sein, denn dafür verhalten sich die Spieler viel zu normal. Wahrscheinlich hätten Kruse & Co nicht einmal bei der AOK-Winterlaufserie im Bürgerpark eine echte Chance auf vordere Plätze gehabt.
Heute Abend seht Ihr zwangsläufig, gähn, wie der HSV  versuchen wird, gähn, sich die Spitze in der 2.Liga zurück zu holen, gähn. Ich bin, auch zwangsläufig, gähn, ab 18 Uhr da, gähn.
Dann können wir weiter dummes Zeug quasseln. Aber jetzt mal ernsthaft: Ich bitte um Analysen, denn das Thema  „Werder“ist noch nicht durch. Nein, nein! Schließlich bezahle ich sehr viel Geld dafür, Euch die Jungs in den kurzen Hosen zeigen zu dürfen.

„Stückwerk“ live im Horizont

Am 7.3. ab 20.30 Uhr präsentieren wir Euch live! die Bremer Band Stückwerk:

Die Jungs machen ihrem Bandnamen alle Ehre:
Unvollkommen, stilmäßiges Flickwerk, mal deutsch – mal englisch, ganz unterschiedliche Charaktere aber werkeln ihre eigenen Stücke aus den Kompositionen und Texten von Sänger und Gitarrist Andreas – StückWerk eben!
Trotz Abwesenheit von Perfektion und klarem Stil dreht sich letztlich doch alles um die Texte und den charismatischen Gesang und macht die Musik dann doch letztlich wiedererkennbar, und die Vier lassen es sich nicht nehmen, der Welt (wenn auch nur ihrer kleinen) ein weiteres Stück Musikkultur zu präsentieren.

Vorher geht es aber noch mit Werder in Wolfsburg zur Sache. Das Endspiel um den Europacup startet am Sonntag um 18 Uhr. Freitag und Samstag seht ihr natürlich auch die anderen Spiele des deutschen Ligabetriebes.